Emotionales Essen – Universalität und Grenzen des Konzepts
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Wie beeinflussen Emotionen unser Essverhalten? Essen wir zum Beispiel mehr ungesunde Nahrung, wenn wir traurig sind? Mit Fragen rund um die Ernährung beschäftigen sich täglich viele Menschen. Manche Themen davon sind gesundheitsrelevant, denn der übermäßige Konsum hochkalorischer Lebensmittel kann beispielsweise langfristig zu Übergewicht und Folgeerkrankungen führen. Ein besseres Verständnis davon, wie insbesondere Emotionen unser Essverhalten beeinflussen und ob sie zu einem erhöhten Konsum ungesunder Nahrung führen, kann daher wesentlich zur Gesundheitsförderung und -erhaltung beitragen.
18 international anerkannte Experten setzten sich im Ladenburger Diskurs am 23.– 24.05.2025 mit dem Thema „Emotionales Essen – Universalität und Grenzen des Konzepts“ auseinander. Die Wissenschaftler kamen auf Einladung der Daimler und Benz Stiftung zu einem Austausch zusammen, um das Konzept des emotionalen Essens zu hinterfragen und die künftige Forschung in diesem Bereich zu strukturieren.
Bislang ist der Begriff des emotionalen Essens nicht einheitlich definiert; in der Forschung wird er unterschiedlich verwendet. Daher ist es schwierig, wissenschaftliche Erkenntnisse zu bündeln und daraus fundierte Empfehlungen abzuleiten. So bestand ein zentrales Ziel des Treffens in der Erarbeitung einer eindeutigen Definition, die verschiedene Forschungsansätze einschließt – von Laborstudien mit physiologischen Messungen über alltagsnahe Befragungen bis hin zu esstherapeutischen Interventionsstudien. Diese einheitliche Begriffsbestimmung soll künftig eine bessere Integration der unterschiedlichen Forschungsrichtungen ermöglichen.
Bislang ist der Begriff des emotionalen Essens nicht einheitlich definiert; in der Forschung wird er unterschiedlich verwendet. Daher ist es schwierig, wissenschaftliche Erkenntnisse zu bündeln und daraus fundierte Empfehlungen abzuleiten. So bestand ein zentrales Ziel des Treffens in der Erarbeitung einer eindeutigen Definition, die verschiedene Forschungsansätze einschließt – von Laborstudien mit physiologischen Messungen über alltagsnahe Befragungen bis hin zu esstherapeutischen Interventionsstudien. Diese einheitliche Begriffsbestimmung soll künftig eine bessere Integration der unterschiedlichen Forschungsrichtungen ermöglichen.
Die Ergebnisse dieses Treffens wurden in einem Positionspapier festgehalten, das als Leitlinie für Forschung und Wissenschaft gelten soll. Zudem wurden Initiativen zur internationalen Zusammenarbeit angestoßen, um die Forschung zu emotionalem Essen zu intensivieren. Da das Thema nicht nur wissenschaftlich, sondern auch gesellschaftlich von großem Interesse ist, werden die Erkenntnisse des Ladenburger Diskurses zusätzlich in einem Video und einem Blogartikel öffentlich zugänglich gemacht.
- Prof. Dr. Julia Reichenberger, Klinische Psychologie und Psychotherapie, Ludwig-Maximilians-Universität München
- Dr. Kirsti Akkerman, Universität Tartu, Fakultät für Sozialwissenschaften, Institut für Klinische Psychologie, Estland
- Dr. Ann-Kathrin Arend, Paris Lodron Universität Salzburg, Fachbereich Psychologie, Gesundheitspsychologie, Österreich
- Christoph Bamberg, Paris Lodron Universität Salzburg, Fachbereich Psychologie, Gesundheitspsychologie, Österreich
- Dr. Wesley R. Barnhart, Suffolk University, Department of Psychology, USA
- Prof. Dr. Jens Blechert, Paris Lodron Universität Salzburg, Fachbereich Psychologie, Gesundheitspsychologie, Österreich
- Dr. Abby Braden, Bowling Green State University, Department of Psychology, USA
- Dr. Valentina Cardi, King's College London, Università degli Studi di Padova, Dipartimento di Psicologia Generale, Italien
- Dr. Catherine Evers, Universität Utrecht, Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Psychologie, Abteilung für Sozial-, Gesundheits- und Organisationspsychologie, Niederlande
- Ella Ferrand, Zentrum für Ernährungsmedizin und Prävention, Deutschland
- Dr. Andrea Goldschmidt, University of Pittsburgh, School of Medicine, USA
- Prof. Dr. Jennifer Inauen, Universität Bern, Institut für Psychologie, Schweiz
- Hannah Konttinen, Universität Helsinki, Sozialpsychologie, Finnland
- Prof. Dr. Michael Macht, Universität Würzburg, Institut für Psychologie / Fakultät für Humanwissenschaften, Deutschland
- Dr. Tyler Mason, University of Southern California, Keck School of Medicine of USC, REACH Lab, USA
- Dr. Laurence Nolan, Wagner College, Department of Psychology, USA
- Prof. Daryl O'Connor, University of Leeds, Fakultät für Medizin und Gesundheit, School of Psychology, Vereinigtes Königreich
- Lisa-Marie Okhof, Universitätsklinikum Leipzig, AG Verhaltensmedizin, Deutschland


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