Daimler und Benz Stiftung –
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Treffen der Stipendiaten

Netzwerke

Einmal jährlich treffen sich unsere aktuellen und ehemaligen Stipendiaten – meistens am Sitz der Stiftung in Ladenburg. Die Veranstaltungen erfolgen auf Einladung der Stiftung und dienen dem Austausch sowie der Vernetzung der geförderten Stipendiaten. Die inhaltliche Gestaltung der Treffen obliegt dem Alumni-Verein, der für die Zusammenstellung des wissenschaftlichen Programms verantwortlich ist.

Stipendiatentreffen 2021

Treffen der Stipendiaten, Fellows und Alumni

Nach einer im Jahr 2020 durch die COVID-19-Pandemie bedingten Pause kamen aktuelle und ehemalige Stipendiaten vom 20. bis zum 22. September in Ladenburg erneut zusammen. Unter entsprechenden Schutzmaßnahmen wurden alle Vorträge im Domhof abgehalten.

Den akademischen Teil des Programms eröffnete der Mathematiker Dr. Frank Reinhold von der Pädagogischen Hochschule Freiburg, der seit 2021 für seine Arbeit zu computergestützten mathematikdidaktischen Methoden von der Stiftung gefördert wird. In seinem Vortrag ging Reinhold auf die Anwendung digitaler Tools und deren positiven Einfluss auf Lernprozesse ein. Dr. Carsten Engelmann (Klinik für Kinderchirurgie, Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel) und Dr. Benjamin Wipfler (Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn) berichteten über einzelne Schritte ihrer interdisziplinären Zusammenarbeit, in der es um technische Übertragung tierischer Fähigkeiten auf die Herstellung medizinischer Geräte geht. Aus der Analyse von Waldameisenkiefern und deren Bewegungen haben Engelmann und Wipfler Nadelhalteprinzipien für eine verbesserte Konstruktion chirurgischer Geräte abgeleitet und sind im Rahmen des Projekts zu neuen biologischen Erkenntnissen gekommen.

Im Anschluss referierte Dr. Daniel Unterweger vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön über Ergebnisse seines Forschungsprojekts über bakterielle Gemeinschaften und ihre Interaktionen während Infektionen. Die von seiner Forschungsgruppe gewonnenen Erkenntnisse führen zu einem besseren Verständnis von Infektionen und stellen neue Ansatzpunkte für Therapien dar. Dr. Nari Shelekpayev von der European University St. Petersburg ging in seiner Präsentation auf historische Zusammenhänge von Opernhäusern und der politischen Entwicklung von Hauptstädten ein. Im Zentrum seines Vortrags stand die Geschichte der erst in den letzten Dekaden eröffneten Opernhäuser in Ländern des Nahen Osten, zum Beispiel des Royal Opera House Muscat in Oman oder des Cairo Opera House in Ägypten. Jun.-Prof. Dr. Franziska Jahnke vom Institut für Mathematische Logik und Grundlagenforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster präsentierte anschließend in ihrem Vortrag „Wahr oder falsch? Die Kunst des Schlussfolgerns“ faszinierende Einsichten in die Aussagenlogik. Jahnke beschäftigt sich in ihrer Forschung mit Verknüpfungen von Aussagen, deren Implikationen sowie mit logischen formalen Modellen.

Im abschließenden Abendvortrag gab Prof. Dr. Jörn Müller-Quade, Leiter der Arbeitsgruppe Kryptografie und Sicherheit am Institut für Theoretische Informatik des Karlsruher Instituts für Technologie, erhellende Einblicke in das Gebiet der Kryptografie. In seinem Vortrag „Kryptografie ist wie Magie“ präsentierte Müller-Quade zuerst einen spannenden historischen Überblick über kryptografische Verfahren und referierte anschließend darüber, wie die Kommunikation zwischen Sender und Empfänger verschlüsselt werden kann.