Daimler und Benz Stiftung –
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Ladenburger Diskurs

Förderlinien

Mit der Förderlinie „Ladenburger Diskurs“ bietet die Stiftung einen Freiraum für die interdisziplinäre Reflexion eines wissenschaftlich und gesellschaftlich relevanten Forschungsthemas. Sie stellt in ihren Räumlichkeiten einen Ort zur Verfügung, an dem Wissenschaftler und Experten aus der Praxis ein frei gewähltes Forschungsthema erörtern können. Die Diskurse stehen sämtlichen Disziplinen offen, ein Ladenburger Diskurs kann zu einer Publikation oder Konzeption eines größeren Forschungsprojekts führen.

Ladenburger Diskurs 2024

Gewalt gegen Kinder: Wie lassen sich soziale Normen und Einstellungen verändern?

Im Forschungsnetzwerk „Global Network for Violence Prevention“ widmen sich Wissenschaftler aus Deutschland und Ländern des globalen Südens gemeinsam dem Thema „Gewalt gegen Kinder“. Um den aktuellen Forschungsstand zu diskutieren und neue Ideen für gemeinsame Forschungs- und Wissenschaftstransferprojekte zu entwickeln, trafen sich auf Einladung der Daimler und Benz Stiftung Experten unterschiedlicher Disziplinen zu einer internationalen Konferenz.

Wissenschaftler aus Deutschland, Ghana, Tansania, der Türkei und Uganda diskutierten intensiv über die Rolle von sozialen Normen, persönlichen Einstellungen und Überzeugungen sowie kontextuellen und strukturellen Faktoren in Bezug auf die Akzeptanz, Häufigkeit und Folgen von Gewalt gegen Kinder. Sie identifizierten soziale Normen und persönliche Einstellungen und Überzeugungen als zentrale Ansatzpunkte für die Gewaltprävention. Das Forschungsnetzwerk entwickelte und testete bereits erfolgreich die präventive und schulbasierte Intervention Interaction Competencies with Children – for Teachers (ICC-T) in einer Reihe von afrikanischen Ländern, in denen Gewalt in der Erziehung sozial akzeptiert und weit verbreitet ist.

Im Rahmen des Ladenburger Diskurses erweiterten die Wissenschaftler das theoretische Rahmenmodell der Theory of Change der Intervention um den Aspekt der sozialen Normen und entwickelten Projektideen, wie das erweiterte theoretische Rahmenmodell empirisch überprüft werden kann. Darüber hinaus diskutierten sie Strategien, wie Forschungsbefunde einer breiteren Öffentlichkeit in den Ländern, in denen die Studien durchgeführt wurden, zugänglich gemacht werden können und wie die evidenzbasierte Intervention in Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen großflächig implementiert werden kann.

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