Daimler und Benz Stiftung –
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Wissenschafts­vermittlung

Förderlinien

Die Stiftung fördert die Konzeption und Durchführung einer Veranstaltung zum Thema „Innovative Wissenschaftsvermittlung“ mit einem Gesamtbetrag in Höhe von bis zu 30.000 Euro. Antragsberechtigt sind bundesweit gemeinnützige Einrichtungen, Unternehmen oder Organisationen aus Kultur, Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft, die eine Veranstaltung zur Wissenschaftsvermittlung organisieren und ausrichten wollen.

Innovative Wissenschaftsvermittlung 2026

Künstliches Licht als Umweltproblem verstehen

Künstliches Licht prägt unseren Alltag. In Städten, an Gebäuden oder zuhause erzeugt es Sicherheit und individuelle Möglichkeiten der Lebensgestaltung. Die permanente Beleuchtung bringt allerdings auch eine bittere Kehrseite mit sich: Natürliche Tag-Nacht-Rhythmen von Organismen werden verändert, die Orientierung zahlreicher Tierarten gestört und ökologische Prozesse an Land sowie in Küsten- und Meereslebensräumen beeinflusst.

Obwohl die Auswirkungen der Lichtverschmutzung wissenschaftlich belegt sind, wird künstliches Licht bislang nur selten als Umweltproblem wahrgenommen. Genau hier setzt das Projekt „Lebensraum Dunkelheit“ des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel an. Ein Projektteam entwickelt ein immersives Wissenschaftsformat, das aktuelle Erkenntnisse zur Lichtverschmutzung erfahrbar macht. Das Vorhaben wird im Rahmen der Förderlinie „Innovative Wissenschaftsvermittlung“ der Daimler und Benz Stiftung mit rund 30.000 Euro gefördert.

Im Mittelpunkt steht ein interaktiver Erlebnisparcours, in dem Teilnehmer Beleuchtungssituationen mit allen Sinnen erleben. Sie treffen Entscheidungen über den Einsatz künstlichen Lichts und erfahren unmittelbar, welche Folgen diese für Mensch, Tier- und Pflanzenwelt haben. Alle Stationen beruhen auf aktuellen Forschungsergebnissen des GEOMAR. Wissenschaftliche Erläuterungen helfen dabei, die Erlebnisse einzuordnen. So werden Zielkonflikte zwischen Sicherheit, Nutzung öffentlicher Räume sowie dem Schutz von Natur und Biodiversität erfahrbar.

Durch die Verbindung von sinnlicher Erfahrung, wissenschaftlichen Erkenntnissen und realen Entscheidungssituationen eröffnet „Lebensraum Dunkelheit“ einen neuen Zugang: Künstliche Beleuchtung ist weit mehr als eine rein technische oder gestalterische Frage – sie stellt ein reales Umweltproblem dar.