Daimler und Benz Stiftung –
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Bertha-Benz-Vorlesung

Veranstaltungen

Pioniergeist und Engagement zeichneten Bertha Benz (1849-1944) aus. Im Jahr 1888 bewies sie gemeinsam mit ihren Söhnen zum ersten Mal die Tauglichkeit des Automobils für Fernfahrten. In diesem Sinn hat die Stiftung das Veranstaltungsformat der Bertha-Benz-Vorlesung mit anschließender Preisverleihung etabliert. Wissenschaftlerinnen und Expertinnen aus unterschiedlichen Disziplinen und Branchen sprechen über gesellschaftlich relevante Themen. Im Anschluss wird der Bertha-Benz-Preis für die herausragende Promotion einer Ingenieurin verliehen.

35. Bertha-Benz-Vorlesung

Heilende Architektur – Wunsch oder Wirklichkeit?

Noch immer werden in Deutschland Krankenhäuser streng nach Prinzipien der Wirtschaftlichkeit und reiner Nützlichkeit erbaut. Dabei bleibt außen vor, dass der äußere architektonische Raum unmittelbar auf das innere körperliche Befinden der Patienten rückwirkt. Krankenhauszimmer etwa erweisen sich oft als Stressoren, die zu vermehrtem Abbruch lebenswichtiger Therapien führen. Einen neuen Weg schlägt die Architekturpsychologie mit der Forschungsrichtung der „Heilenden Architektur“ ein: Sie untersucht mit wissenschaftlichen Methoden, wie die gebaute Umgebung in positiver Weise Einfluss auf die Genesung von Menschen nehmen kann. Tanja Vollmer plädiert für einen Perspektivwechsel: „Die moderne Architekturpsychologie muss einen Schritt weitergehen und Architekten befähigen, psychologisches Wissen bewusst in die Gestaltung von Räumen und Gebäuden einfließen zu lassen.“ Dieses Konzept, das sich als Bindeglied zwischen Mensch und Technik begreift und hierzulande bei der Planung und Gestaltung von Krankenhäusern bislang kaum eine Rolle spielte, erläutert sie in ihrem Vortrag.