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Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan

Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan

Fokus im Haus Huth

Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan
Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung, Essen

11. April 2017, um 19:00 Uhr
im Haus Huth, Alte Potsdamer Str. 5, 10785 Berlin

Wie ist die gegenwärtige Stimmung in der deutschen Mehrheitsgesellschaft zur Präsenz und zum Verbleib von Zuwanderern? Wann sind sie in Deutschland integriert und gehören fraglos dazu? Welche persönlichen Eigenschaften unterstützen eine Integration und welche psychischen Anstrengungen müssen Immigranten (noch) leisten, um ihrerseits dazuzugehören? Und umgekehrt: Sind Fortschritte der Integration allein von der Bereitschaft der Zuwanderer abhängig, sich zu öffnen? Welche Rolle spielen hierbei Institutionen und Vertreter der Mehrheitsgesellschaft? Kann es sich eine Wohlstandsgesellschaft wie die Bundesrepublik leisten, mit Blick auf das Wohl künftiger Generation, sich zu verschließen?

„Bei der Suche nach Antworten auf diese Fragen hilft es, sich auf die sozialpsychologischen Dimensionen zu fokussieren“, hat der Integrationsforscher Haci-Halil Uslucan erkannt, „indem wir zum einen die individuellen Unterschiede des Integrationsverlaufs, aber auch die unterschiedlichen Bedingungen von ethnischen Gruppen in den Blick nehmen.“ Er setzt sich aber auch mit den Bedingungen einer „Willkommenskultur“ auseinander, die das „emotionale Ankommen“ und die Beheimatung von Zuwanderern erleichtern. Als Resultat erwartet er gesellschaftlich und wirtschaftlich eine Win-win-Situation.

Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan

Als Achtjähriger wanderte er mit seinen Eltern von der Türkei nach Deutschland aus und lebte ab 1973 in Berlin. Hier studierte er später an der Freien Universität Psychologie und Literaturwissenschaft und wurde 1999 im Fach Psychologie promoviert. Zunächst forschte er an der Universität Magdeburg, wo er sich 2006 habilitierte. Nach Stationen in Potsdam, Hamburg und Wien nahm er 2010 einen Ruf an die Universität Duisburg-Essen und als Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung in Essen an. Seine Forschungsschwerpunkte sind: intellektuelle Entwicklung im Kindesalter, interkulturelle Familien- und Erziehungsforschung, sozial- und kulturpsychologische Forschungen zu Vorurteilen, Stereotypen, Werten, Islam, Gesundheit und Integration von Minderheiten.

Anmeldung:

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist allerdings erforderlich. Auf Grund des begrenzten Platzangebots können die Anmeldungen nur in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt werden. Anmeldeschluss ist der 4. April 2017: Sie können sich hier online anmelden oder per E-Mail bei schmitt@daimler-benz-stiftung.de.

Nach Veranstaltungsbeginn ist leider kein Eintritt mehr möglich.

Bild- und Tonaufnahmen:

Während der Veranstaltung werden Bild- und Tonaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung gemacht. Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich mit deren Veröffentlichung einverstanden.

Einladung

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... im Haus Huth

Haus Huth

Am Potsdamer Platz in Berlin lädt die Daimler und Benz Stiftung regelmäßig zur akademischen Debatte, die die rhetorische Form pflegt. So ist das inhaltliche Portfolio dieser offenen Veranstaltungsreihe im historischen Haus Huth weit gefächert: In Plädoyers, Lamenti, Antithesen oder anderen Formaten vertreten Wissenschaftler engagiert ihren Standpunkt und begründen ihn mit den Erkenntnissen ihrer Forschung.