Impulse für Wissen

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NAME © Daimler und Benz Stiftung/Oestergaard

18. Innovationsforum

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Jörg Sydow und Prof. Dr. Elke Schüßler

05. November 2018
im Haus Huth, Berlin

Organisierte Kreativität – Offenheit durch Geschlossenheit?, so lautet der Titel des nächsten Workshops, der am 5. November in Berlin im Haus Huth stattfinden wird.

Auf der allgegenwärtigen Suche von Wirtschaft und Gesellschaft nach Neuem wachsen in Unternehmen und Verwaltungen die Bemühungen, kreative Prozesse durch aktives Organisieren zu fördern. Seither beschäftigen sich Forschung und Praxis mit der Frage, wie sich von Zufälligkeiten und Unvorhersehbarkeiten getriebene Prozesse vielleicht doch kontrollieren, koordinieren und dauerhaft aufrechterhalten lassen. Fest steht, dass Organisationen – nicht zuletzt hierarchische Ordnung und formale Regeln – Kreativität sowohl beschränken als auch ermöglichen. In kreatives Schaffen werden immer häufiger externe Akteure einbezogen – wie Agenturen, Ingenieur­dienstleister, Freelancer sowie Kunden und Lieferanten. Dabei kommt es letztlich auf die Praktiken an, mit denen diese Akteure zusätzlich zu den internen Regeln und Ressourcen in organisationsübergreifende Strukturen – offline wie online – in kreative Prozesse eingebunden werden können.

Mit „Kreativitätsroutinen“ befasste sich das erste Innovationsforum zum Thema „Organisierte Kreativität“; Gegenstand des zweiten Innovationsforums hierzu ist die Organisation entsprechender Prozesse zwischen Unternehmen und beteiligten Akteuren. Im Fokus stehen dabei interorganisationale Allianzen und Netzwerke, aber auch regionale Cluster und professionelle Communities. Auf eine Einführung in diese organisationsübergeifenden Formen organisierter Kreativität aufbauend, wird sich das Innovationsforum vor allem mit dem Verhältnis zwischen der allgegenwärtigen Forderung nach Öffnung solcher organisationsübergreifenden Innovations­prozesse („Open Innovation“) einerseits und deren sach-- und zeitgerechter Schließung andererseits auseinandersetzen.

Gemeinsam zu diskutierende Fragen sind in diesem speziellen Zusammenhang unter anderem: Welche gezielten, aber auch emergenten Formen der Öffnung beziehungsweise Geheimhaltung spielen in organisationsübergreifenden kreativen Prozessen eine Rolle? Welche spezifischen Potentiale erschließen Online Communities in kreativen Prozessen? Wann führt die Offenheit von Online Communities in kreative Sackgassen? Wie lassen sich Online und Offline-Kommunikation in kreativen Prozessen vorteilhaft kombinieren?

Kontakt: marcus.peter@daimler-benz-stiftung.de

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Innovationsforum

Das Innovationsforum ist als intensiver Workshop angelegt. Mit dieser Veranstaltung will die Daimler und Benz Stiftung die oftmals bestehende Kluft zwischen Theorie und Praxis für den Alltag des Wirtschaftslebens überbrücken. Sie wendet sich insbesondere an junge Manager aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden, die mit Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachbereichen aktuelle Organisationstheorien und Managementkonzepte bewerten und an der beruflichen Realität messen. Schwerpunkte liegen bislang auf den Themen Macht, Unsicherheit, Absorptive Capacity und Pfadforschung.