Impulse für Wissen

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Prof. Dr. Hannah Monyer
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Dialog im Museum
Dreiteilige Vortragsreihe: Gene – Geist – Cyborg. Wer sind wir Menschen?

Prof. Dr. Hannah Monyer
Ärztliche Direktorin der Abteilung für Klinische Neurobiologie des Universitätsklinikums Heidelberg und des DKFZ Heidelberg

15. September 2015
Mercedes-Benz Museum, Stuttgart

Seit den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts ist bekannt, dass verschiedene Formen des menschlichen Gedächtnisses existieren. So wurde damals durch bahnbrechende Untersuchungen an Epilepsie-Patienten deutlich, dass Gedächtnisstörungen etwa nur das Kurzzeitgedächtnis, nicht jedoch das Langzeitgedächtnis betreffen können. Mit dieser Erkenntnis sind zahlreiche Fragen verbunden, die auf den Kern unseres Selbstverständnisses zielen: Welche „Gedächtnisformen“ gibt es und wie hängen sie zusammen? Wie speichern wir Erinnerungen ab – und was geschieht mit unserem Gedächtnis, während wir schlafen?

In ihrem Vortrag schildert die Neurobiologin Hannah Monyer, welchen Verlauf die Forschung über das Gedächtnis in den letzten 60 Jahren nahm und was wir heute über die komplexen kognitiven Prozesse des Erinnerns und Vergessens wissen. Sie stellt aktuelle Hypothesen der Hirnforschung vor und erläutert, wie das menschliche Gedächtnis im Labor untersucht werden kann. Der Fokus ihres Vortrags liegt dabei auf dem sogenannten episodischen Gedächtnis, also auf jener Gedächtnisform, die uns ermöglicht zu erinnern, „was“, „wann“ und „wo“ stattgefunden hat.

Podcast:

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Dialog im Museum

In Kooperation mit der Daimler AG findet diese Vortragsreihe im Gebäude des Stuttgarter Mercedes-Benz Museums statt. Für den mehrmals im Jahr stattfindenden Dialog im Museum benennt die Daimler und Benz Stiftung Wissenschaftler aus ihren Förderprogrammen, die zu Spezialthemen mit wirtschaftlichen Auswirkungen oder gesellschaftlichen Implikationen sprechen.