Impulse für Wissen

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Das Kloster Lorsch hat seit seiner Gründung im Jahre 764 und insbesondere unter den Karolingern eine enorme Wirkung auf die europäische Geschichte gehabt, da sich der Klosterbesitz in wenigen Jahrzehnten durch Stiftungen im gesamten Rheintal von der heutigen Schweiz bis in die Niederlande ausdehnte. Dem Skriptorium der Benediktinerabtei verdanken wir außerordentliche Handschriften kulturhistorischer Bedeutung wie das Lorscher Evangeliar oder den Lorscher Codex.

Der rasche Niedergang und Verfall des Ortes während und nach der Reformation führte zum Abbruch der klösterlichen Gebäude und Wiederverwertung ihrer Steine in jüngerer Zeit. Das Kloster Lorsch (Abtei und Altenmünster) ist seit 1991 Weltkulturerbe der UNESCO, des Weiteren ist es ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention. Das Lorscher Arzneibuch vom Ende des 8. Jahrhunderts wurde 2013 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe in Deutschland erklärt.

Wünschenswert wäre die Erstellung eines „Digitalen Modells Kloster Lorsch“. Modell ist in diesem Zusammenhang als „Werkzeug“ zu verstehen, das am Beispiel des Klosters Lorsch alle vorhandenen Quellen integriert, miteinander in Beziehung setzt und somit dem interdisziplinären Austausch dienen soll. Ziel des Diskurses ist daher primär nicht die konkrete Umsetzung, d.h. die Programmierung eines solchen Werkzeugs, sondern ein fachübergreifender Austausch über die Möglichkeiten und insbesondere Anforderungen an ein solches Werkzeug, das nicht nur für das Kloster Lorsch sondern auch bei der wissenschaftlichen Erforschung anderer historische Bauwerke Verwendung finden soll. Die wissenschaftliche Leitung des Diskurses hat Prof. Dr. Susanne Krömker, Interdisziplinäres Zentrum für wissenschaftliches Rechnen (IWR) der Universität Heidelberg, unterstützt wird sie von Dr. Hermann Schefers, Leiter der Welterbestätte Kloster Lorsch.

 

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