Impulse für Wissen

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Open-Access-Publikation „Pflegeroboter“ erschienen
Im November 2018 erschien die aus dem gleichnamigen Ladenburger Diskurs hervorgegangene Publikation „Pflegeroboter“ im Verlag Springer Gabler.
Kostenloser Download: https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-22698-5

Weitere Informationen zum Buch:
Das Buch „Pflegeroboter“ ist im November 2018 im Verlag Springer Gabler erschienen. Es bündelt technische, wirtschaftliche, medizinische und ethische Reflexionen über Pflegeroboter. Herausgeber ist Prof. Dr. Oliver Bendel aus Zürich. Unter seiner wissenschaftlichen Leitung trafen sich im September 2017 Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen im Rahmen eines Ladenburger Diskurses der Daimler und Benz Stiftung, um über den aktuellen und künftigen Einsatz von Pflegerobotern zu referieren und zu diskutieren. Mehrere Autorinnen und Autoren gehen Fragen aus Wirtschafts-, Medizin- und Informationsethik nach: Wer trägt die Verantwortung bei einer fehlerhaften Betreuung und Versorgung durch die Maschine? Inwieweit kann diese die persönliche und informationelle Autonomie des Patienten unterstützen oder gefährden? Ist der Roboter eine Entlastung oder ein Konkurrent für Pflegekräfte? Antworten müssen von Wissenschaft und Gesellschaft gefunden werden.

Am 12. und 13. September 2017 fand unter der wissenschaftlichen Leitung des Informations- und Maschinenethikers Prof. Dr. Oliver Bendel der Ladenburger Diskurs „Pflegeroboter“ statt. Bendel forscht und lehrt an der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Pflegeroboter, so die derzeitige Situation, unterstützen oder ersetzen menschliche Pflegekräfte bzw. Betreuerinnen und Betreuer. Sie bringen und reichen Kranken und Alten benötigte Nahrungsmittel oder Medikamente, helfen ihnen beim Hinlegen und Aufrichten oder alarmieren den Notdienst. Beispiele für Prototypen mit solchen Fähigkeiten sind die Roboter JACO, Cody, Robear, HOBBIT und TWENDY-ONE. Bei der Entwicklung maschineller Pflegesysteme sind derzeit vor allem Deutschland und Japan führend. Die wissenschaftlichen Vorträge waren derart angeordnet, dass zunächst die technische Sicht dominierte, dann die medizinische, schließlich die ethische.

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Daimler und Benz Stiftung

Offenheit und Neugierde sind grundlegende Voraussetzungen für Entdeckungen. Die Daimler und Benz Stiftung verstärkt Prozesse der Wissensgenerierung mithilfe zielgerichteter Stimuli. Im internationalen Umfeld stellt sie Ressourcen für Forschung und Wissenschaft zur Verfügung. Ihr jährlicher Förderaufwand beträgt derzeit etwa drei Millionen Euro. Mit einem Vermögen von rund 125 Millionen Euro zählt die operativ tätige Stiftung zu den größten Deutschlands.

Die Daimler und Benz Stiftung orientiert sich an klaren Wertvorstellungen. Sie konzentriert sich auf die Förderung junger Wissenschaftler, fachübergreifende Kooperationen sowie Forschungsinhalte aus den unterschiedlichen Disziplinen. Die Daimler und Benz Stiftung schafft einen Raum für den Diskurs und Dialog von Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Der Austausch lässt unkonventionelle Ansätze entstehen und Ideen wachsen: Wissen mit nachhaltiger Wirkung für den Menschen.