Impulse für Wissen

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Ressourcen

Der Verbrauch wächst: Nicht nur um Öl und Gas, auch um mineralische Rohstoffe ist ein weltweiter Wettstreit entbrannt. Die verlässliche Nutzung von Wasser und Holz ist für viele Länder ein entscheidender Faktor ihres ökonomischen Wohlergehens und damit des inneren sozialen Friedens geworden. Doch wie können Förderung und Nutzung so geregelt werden, dass sie auch unter nationalen Konkurrenzbedingungen auf einer rechtlich eindeutigen Grundlage stehen? Weitere Problemfelder kommen dieser Tage hinzu: Wie sieht es mit der Ausbeutung etwa des Tiefseebodens aus oder vor dem Hintergrund einer sich rasant entwickelnden Raumfahrttechnologie – mit der wirtschaftlichen Erschließung von Himmelskörpern wie dem Mond oder Asteroiden? 18 Wissenschaftler aus 7 Ländern kamen am 2. und 3. März in der Geschäftsstelle der Stiftung in Ladenburg zusammen, um diese Entwicklungen insbesondere aus juristischer Perspektive zu erörtern.


Katastrophen im Spannungsfeld von Kultur, Umwelt und Technik. Hitze, Hunger, Durst – Dürrekatastrophen im mediterranen Raum

„Katastrophen“ fallen nicht vom Himmel. Vielmehr handelt es sich um Prozesse, die in unterschiedlicher Geschwindigkeit ablaufen können und dabei sowohl eine natürliche, eine kulturelle sowie eine technische Dimension aufweisen. Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen sondieren im Rahmen dieses Diskurses die Möglichkeiten einer interdisziplinären Erforschung von Trockenheit und Dürre als „slow onset disasters“ im mediterranen Raum. Erkenntnisziel ist es dabei, Verlaufsformen und Wiederholungsstrukturen von Dürren zu identifizieren. Als Jahrhunderte alte „Kontaktzone“ eignet sich der mediterrane Raum besonders gut, um die langfristigen Wechselwirkungen von Umwelt, Kultur und Technik zu untersuchen.


Digitales Modell Kloster Lorsch - Visualisierung im wissenschaftlichen Dialog

Das Kloster Lorsch hat seit seiner Gründung im Jahre 764 und insbesondere unter den Karolingern eine enorme Wirkung auf die europäische Geschichte gehabt, da sich der Klosterbesitz in wenigen Jahrzehnten durch Stiftungen im gesamten Rheintal von der heutigen Schweiz bis in die Niederlande ausdehnte. Dem Skriptorium der Benediktinerabtei verdanken wir außerordentliche Handschriften kulturhistorischer Bedeutung wie das Lorscher Evangeliar oder den Lorscher Codex.

Der Ladenburger Diskurs "Kloster Lorsch" war unter anderem Gegenstand einer Podiumsdiskussion, an der Prof. Dr. Susanne Krömker teilnahm. Diese wurde im Rahmen des Akademientags 2018 zum Thema "Geisteswissenschaften 3.0 - Vergegenwärtigung des kulturellen Welterbes" von der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften veranstaltet.

Ergänzend führte Deutschlandfunk Kultur im Rahmen der Sendung "Fazit" ein Interview mit Susanne Krömker, in dem ebenfalls der Ladenburger Diskurs thematisiert wurde. Die Sendung wurde am 11. Juni 2018 ausgestrahlt.


Freie Mobilität und freie Kommunikation. Der vernetzte Mensch zwischen Grundrechten und totaler Kontrolle.

Durch das Internet sind die traditionellen Medien Print und Funk mit der Telekommunikation zusammengewachsen. Dieser Prozess hat unsere Gesellschaft tiefgreifend verändert. Es entstanden ganz neue Kommunikationsplattformen und Dienstleistungen, soziale Netzwerke und vielfältige Marktplätze für den Online-Handel. Zudem erhalten Geräte eine IP-Adresse sowie eine Telekommunikationsschnittstelle und sind damit über das Internet nicht nur programmier- sondern auch steuerbar. So können sie permanent Daten liefern. Dem Automobil kommt bei dieser Integration eine Schlüsselrolle zu: Wir stehen vor einer Dekade des Zusammenwachsens von Telekommunikationstechnik und automobiler Fahrzeugtechnik.


Klimapolitik: Ein Blick in die Zukunft

Auch nach fast zwanzig Jahren hat die Klimapolitik, wie sie von vielen Regierungen auf der Welt im Sinne des Kyoto-Protokolls verstanden wurde, zu keinem spürbaren Rückgang der weltweiten Treibhausgasemissionen geführt. Der Grund liegt in strukturellen Schwachstellen der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) bzw. des Kyoto-Protokolls. Dieses war zum Scheitern verurteilt, weil es auf einem systematischen Missverständnis der Natur des Klimawandels als einer politischen Aufgabe in den Jahren 1985-2014 beruhte.


Daimler und Benz Stiftung

Offenheit und Neugierde sind grundlegende Voraussetzungen für Entdeckungen. Die Daimler und Benz Stiftung verstärkt Prozesse der Wissensgenerierung mithilfe zielgerichteter Stimuli. Im internationalen Umfeld stellt sie Ressourcen für Forschung und Wissenschaft zur Verfügung. Ihr jährlicher Förderaufwand beträgt derzeit etwa drei Millionen Euro. Mit einem Vermögen von rund 125 Millionen Euro zählt die operativ tätige Stiftung zu den größten Deutschlands.

Die Daimler und Benz Stiftung orientiert sich an klaren Wertvorstellungen. Sie konzentriert sich auf die Förderung junger Wissenschaftler, fachübergreifende Kooperationen sowie Forschungsinhalte aus den unterschiedlichen Disziplinen. Die Daimler und Benz Stiftung schafft einen Raum für den Diskurs und Dialog von Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Der Austausch lässt unkonventionelle Ansätze entstehen und Ideen wachsen: Wissen mit nachhaltiger Wirkung für den Menschen.