Impulse für Wissen

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Dr. Patrick Grosz, Universität Tübingen

Ziel der sprachlichen Untersuchungen ist es, Korrelationen zwischen Form und Bedeutung von Pronomina zu untersuchen, etwa zwischen Personal- und Demonstrativpronomina im Deutschen. Die Ergebnisse sollen mit anderen Sprachen verglichen und verknüpft werden.

Dr. Christian Hammer, Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin Göttingen

Schizophrenie ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe hoch komplexer neuropsychiatrischer Erkrankungen, deren biologische Ursachen noch weitgehend ungeklärt sind. Untersuchungen an wahrscheinlich beteiligten Infektionserregern unter Berücksichtigung des Einflusses genetischer Disposition sollen helfen, diese Lücke zu schließen.

Dr. Frauke Hoffmann, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Berlin

Vor der Zulassung bestimmter Chemikalien muss grundsätzlich geklärt werden, ob die Substanzen das endokrine, also hormonelle, Gleichgewicht von Organismen stören. Dafür wurde eine automatische und standardisierte Nachweismethode entwickelt, die international validiert und in eine OECD-Richtlinie zur toxikologischen Prüfung umgewandelt werden soll.

Dr. Eva Kowalinski, Max-Planck-Institut für Biochemie Martinsried

Wenn die genetische Information einer Zelle, die so genannte DNA, abgelesen und in RNA umgeschrieben wird, dürfen einem Organismus keine Fehler unterlaufen. Es findet daher eine Qualitätskontrolle statt, so dass überflüssige oder fehlerhafte RNA-Kopien vernichtet werden. Untersuchungen sollen zeigen, wie die zelluläre Maschinerie im molekularen Detail funktioniert.

Dr. Arthur Liesz, Universitätsklinikum Heidelberg

Infektionen tragen wesentlich zur Sterblichkeit von Schlaganfallpatienten bei. Zur künftigen Prophylaxe sollen unabhängig von Antibiotikagaben therapierelevante Ansatzpunkte identifiziert sowie Voraussetzungen für immunmodulatorische Therapien des Schlaganfalls geschaffen werden.

Dr. Anne-Katrin Mahlein, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Krankheiten verändern Physiologie und Morphologie von Pflanzen. Mithilfe optischer Sensorsysteme ist es möglich, Pflanzenkrankheiten sowie Resistenzreaktionen von Nutzpflanzen zu erkennen und zu unterscheiden. Durch spektrale Untersuchungen von Genotypen der Gerste bei Befall mit Echtem Mehltau sollen Grundlagen für einen besseren Pflanzenschutz gelegt werden.

Dr. Eike Lena Neuschulz, Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt am Main

Pflanze-Tier-Interaktionen erfüllen wichtige Funktionen in Ökosystemen und tragen somit erheblich zum Erhalt der Biodiversität bei. Am Beispiel von Zirbelkiefer und Tannenhäher soll untersucht werden, wie sich das Zusammenspiel von Samenausbreitung und Regenerationspotenzial auf die Etablierung von Pflanzen auswirkt.

Dr. John A. Nyakatura, Friedrich-Schiller-Universität Jena

In der Evolutionsgeschichte der Landwirbeltiere traten vor rund 300 Millionen Jahren reptilienähnliche Ursaurier auf. Für ein besseres Verständnis ihrer Fortbewegung werden die Bewegungsmuster des Skeletts am Rechner modelliert. Biomimetische Roboter unterstützen die experimentelle Validierung dieser Muster für wissenschaftliche Rückschlüsse in die Vergangenheit.

Dr. Jan-Frederik Pietschmann, Technische Universität Darmstadt

Transportphänomene treten in allen Größenordnungen auf – ob sich Ionen in kleinen Kanälchen oder Menschen in einem Korridor bewegen. Zur besseren mathematischen Analyse und numerischen Simulation werden direkte und inverse Probleme nichtlinearer Drift-Diffusionsgleichungen erforscht, die schließlich auf Ergebnisse realer Messdaten angewandt werden.

Dr. Benjamin Wipfler, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Anders als Tiere mit einer Wirbelsäule tragen Gliederfüßer wie Insekten, Spinnentiere oder Krebse ein Außenskelett. Durch Simulationen der dort wirkenden Kräfte und Belastungen soll das Konstruktionsprinzip am Beispiel der Amerikanischen Schabe erforscht werden. Ziel sind strukturelle, evolutive und biomechanische Erkenntnisse über Tiere mit Exoskelett.

 

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Stipendienprogramm für Postdoktoranden

Die Daimler und Benz Stiftung vergibt jedes Jahr zehn Stipendien an ausgewählte Postdoktoranden, Juniorprofessoren oder Leiter junger Forschungsgruppen. Ziel ist es, die Autonomie und Kreativität der nächsten Wissenschaftlergeneration zu stärken und den engagierten Forschern den Berufsweg während der produktiven Phase nach ihrer Promotion zu ebnen. Die jährliche Fördersumme beträgt 20.000 Euro pro Stipendium, das für die Dauer von zwei Jahren gewährt wird: zur Finanzierung wissenschaftlicher Hilfskräfte, technischer Ausrüstung, Forschungsreisen oder zur Teilnahme an Tagungen. Durch Zusammenkünfte der jungen Spezialisten dieses stetig wachsenden Stipendiatennetzwerks in Ladenburg fördert die Daimler und Benz Stiftung zugleich den interdisziplinären Gedankenaustausch.