Impulse für Wissen

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Für die Förderinitiative MINTernational stellten Stifterverband, Daimler Fonds und die Daimler und Benz Stiftung seit 2013 insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung. Die Studie „Wie international ist MINT?“ geht der Frage nach, wo Verbesserungen erzielt wurden und wo noch Handlungsbedarf besteht.

Die Studie Wie international ist MINT? wurde im Rahmen der Initiative MINTernational vom Stifterverband, Daimler-Fonds und Daimler und Benz Stiftung zur Verbesserung der Internationalität in den MINT-Fächern durchgeführt. Für die Studie befragte der Stifterverband im November und Dezember 2017 die Dekane der MINT-Fachbereiche und -Fakultäten nach ihrer Einschätzung. Die Studie erreichte einen Rücklauf von 143 Dekanen.

Der internationale Austausch von Wissen und Forschern sowie Lehrenden und Lernenden beflügelt den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn. Die Gewinnung von Wissenschaftlern und Studierenden aus dem Ausland stärkt den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland. Spätestens seit den 1990er-Jahren spielt die Internationalisierung eine zentrale hochschulpolitische Rolle in Deutschland und Europa insgesamt. Einen großen Schwung hat das Thema mit der Umsetzung des Bologna-Prozesses in einem gemeinsamen europäischen Hochschulraum bekommen. Heutzutage ist die Internationalisierung zu einer der Kernaufgaben der Hochschulen in Lehre und Forschung geworden. Die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sollten zu den Vorreitern der Internationalisierung an den deutschen Hochschulen werden.

Die Mehrheit der internationalen Studierenden kommt nach Deutschland, um hierzulande MINT zu studieren. Der Ruf der technischen Bildung in Deutschland ist immer noch exzellent. So sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Internationalisierung gegeben. Doch zentrale Herausforderungen bleiben. Weltweit engagieren sich Hochschulen für eine zukunftsorientierte MINT-Ausbildung im digitalen Zeitalter. Insbesondere asiatische Universitäten gewinnen an Renommee und Studierendenzahlen. Wie können sich Hochschulen in Deutschland in diesem Wettbewerb wirkungsvoll positionieren? Wie können einheimische Studierende von Auslandsaufenthalten überzeugt werden, wenn Deutschland bisher für sich in Anspruch nimmt, das Land der Ingenieure zu sein?

Faktisch ist die Internationalität längst noch nicht in allen Bereichen der MINT-Bildung an deutschen Hochschulen verankert. Denn trotz starker weltweiter Forschungsnetzwerke ist die Qualifizierung der Studierenden und des wissenschaftlichen Nachwuchses in diesen Disziplinen oft noch unterdurchschnittlich international ausgerichtet. Gleichzeitig sind weitere Fortschritte insbesondere bei Studienerfolg und Übergang in den Arbeitsmarkt von internationalen Studieren den nötig.

An diesen Stellen setzt das Förderprogramm MINTernational an, das im Jahr 2013 von Daimler-Fonds, Daimler und Benz Stiftung sowie Stifterverband ins Leben gerufen wurde. Gefördert wurden die Strategieentwicklung auf der Ebene der Hochschulleitung gleichermaßen wie modellhafte Projekte an den Fakultäten und Fachbereichen. Die Ausschreibungen sollten die curriculare Entwicklung entlang des „student life cycle“ zu Themen der Digitalisierung, des Praxisbezugs und des Studienstarts anstoßen. Durch die Gründung eines „Club MINTernational“ wurde eine Plattform zum Austausch zwischen den Hochschulen geschaffen und durch eine Onlineübersicht zu bemerkenswerten und erfolgreichen Einzelprojekten der Internationalisierung ergänzt. In fünf Förderlinien wurden 34 Konzepte mit insgesamt 3 Millionen Euro gefördert. Die Initiative gehört damit zu den großen privat finanzierten Förderprogrammen für die Internationalisierung an deutschen Hochschulen.

Die Hochschulen selbst bestätigen die Bedeutung der Internationalisierung für die Profilentwicklung der MINT-Fächer. Laut einer im Zuge der Programmevaluierung durchgeführten Hochschulbefragung sagen 81 Prozent der Hochschulvertreter, Internationalisierung sei ein zentrales Thema für die MINT-Fächer. 83 Prozent meinen, dass sich die MINT-Fächer insgesamt noch internationaler aufstellen müssen. Die Studie belegt, welchen Handlungsbedarf es hier noch gibt. Dabei können Hochschulen viel voneinander lernen. Zu Strategien und Maßnahmen finden sich bereits vielfach gute Praxisbeispiele.

Die folgende Analyse macht sichtbar, wie gut Strategien und Maßnahmen bereits verbreitet und wie wirksam sie nach Einschätzung der Hochschulen sind. Die Studie können Sie hier herunterladen.

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Programminitiative der Daimler und Benz Stiftung, des Daimler-Fonds und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft zur Verbesserung der Internationalität in MINT-Fächern.

Universitäten und Fachhochschulen sind aufgerufen, in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften) die Internationalisierung weiter voranzutreiben. Zusammen mit der Daimler und Benz Stiftung und dem Daimler-Fonds hat der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft eine Programminitiative ins Leben gerufen, die die Hochschulen bei der Entwicklung und Umsetzung der Internationalisierung von MINT-Disziplinen unterstützt. Gesucht werden daher Strategien und Maßnahmen, die auf bestehende Konzepte aufbauen und durch neue Kooperationen sowie Verbesserungen in Lehre, Infrastruktur, Betreuung und Beratung die Internationalität in den MINT-Fächern weiter erhöhen.

Das Förderprogramm startete 2014 mit einem Strategiewettbewerb inklusive Auszeichnung und Etablierung eines Benchmark-Clubs sowie der Ausschreibung des Best Performance Prize. Ausgezeichnet wurden die Universität Bremen und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt.

Weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.stifterverband.org/minternationalexterner Link