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Domhof-Voträge

Prof. Dr. Marcus Koch

17. September 2016
Domhofsaal der Stadt Ladenburg, Ladenburg

Weshalb werden überhaupt Pflanzen gesammelt? Handelt es sich dabei um einen besonderen Schatz biologischer Vielfalt? Oder verletzen wir schlicht die „Rechte“ von Organismen, die oft ohne klare rechtliche Grundlage importiert und angesiedelt wurden? In seinem Vortrag erläutert Prof. Dr. Marcus Koch die Geschichte botanischer Gärten hin zu hochmodernen wissenschaftlichen Einrichtungen, die sich mit den unterschiedlichsten Fragen der Biodiversität, Pharmakologie, Genetik und Evolutionsgeschichte beschäftigen.



 
Fotos: © privat, Uwe Wagenfeld/Botanischer Garten Heidelberg

Domhof-Voträge

Prof. Dr. Marcus Koch
Direktor des Botanischen Gartens der Universität Heidelberg,
Professor für Biodiversität und Pflanzensystematik

17. September 2016
Domhofsaal der Stadt Ladenburg, Ladenburg

Sprechen wir über eingesperrte Lebewesen, so denken wir vielleicht zunächst an zoologische Gärten. Doch auch in botanischen Gärten werden Organismen, nämlich Pflanzen, seit Jahrhunderten „eingesperrt“. Alleine in Deutschland kultivieren die Botanischen Gärten und ähnliche Institutionen zusammen etwa 50.000 Pflanzenarten. Zum Vergleich: Weniger als 4000 einheimische Blüten- und Farnpflanzen kommen hierzulande natürlich vor.

Aber weshalb werden überhaupt Pflanzen gesammelt, für wen und für wie lange? Handelt es sich dabei um einen besonderen Schatz biologischer Vielfalt? Oder verletzen wir schlicht die „Rechte“ von Organismen, die oft ohne klare rechtliche Grundlage importiert und angesiedelt wurden? In seinem Vortrag erläutert Marcus Koch die Geschichte botanischer Gärten und Herbarien von ihrem Ursprung als Medizinal- und Heilkräutergärten hin zu hochmodernen wissenschaftlichen Einrichtungen, die sich mit den unterschiedlichsten Fragen der Biodiversität, Pharmakologie, Genetik und Evolutionsgeschichte beschäftigen.

Zur Person:

Prof. Dr. Marcus Koch studierte an der Universität Osnabrück die Fächer Biologie, Biochemie, und Pflanzenphysiologie und promovierte dort 1995. 2002 erhielt er einen Ruf als außerordentlicher Professor an die Universität Wien, seit 2003 ist er Direktor des Botanischen Gartens der Universität Heidelberg sowie Professor für Biodiversität und Pflanzensystematik. Koch ist überdies Gründungs- und Vorstandsmitglied des „Heidelberg Center for the Environment“ und beriet die Bundesregierung mehrere Jahre in Fragen der biologischen Sicherheit.

 
Podcast:

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