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Dr. Alexandros Tassinopoulos

Bilanz im Haus Huth

Dr. Alexandros Tassinopoulos
Zentrale der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
Bereichsleiter für strategische Fragen der Grundsicherung

08. Dezember 2015
im Haus Huth, Berlin

Keine andere Behörde erregte über nahezu 20 Jahre hinweg die öffentlichen Gemüter so sehr wie die frühere „Bundesanstalt für Arbeit“ – landläufig „Arbeitsamt“ genannt. Ab dem Jahr 2002 setzte der Umbau der mit über 100.000 Mitarbeitern größten Behörde der Bundesrepublik ein. Schon der Jargon änderte sich: Das Kürzel „BA“ stand fürderhin für „Bundesagentur für Arbeit“; aus Arbeitssuchenden und Arbeitgebern wurden „Kunden“; ab 2005 gab es das „Arbeitslosengeld“ (siehe auch Alo oder Hartz IV).

Die Stichworte etikettieren eine in Ausmaß und Komplexität einmalige Veränderung einer öffentlichen Institution in Deutschland. „Die Bundesagentur bewegte und bewegt sich im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessensträger und muss versuchen, mit gelegentlich auftretenden Zielkonflikten gut zurechtzukommen“, so Alexandros Tassinopoulos von deren Nürnberger Zentrale. „Denn die Arbeitsmärkte der Zukunft zwingen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu höherer Qualifikation, Qualität und Entwicklung – die Bundesagentur muss diese Dynamik unterstützen.“ Dies wird auch neue Arbeitsformate und Handlungsplattformen mit sich bringen, neue Wege der Kooperation mit neuen Anforderungen an System und Kultur der Führung.

Zur Person:

Dr. Alexandros Tassinopoulos ist Bereichsleiter in der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit. Er beschäftigt sich unter anderem mit strategischen Fragen der Grundsicherung. Zuvor leitete er die Hauptstadtvertretung der Bundesagentur für Arbeit und war persönlicher Referent des Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise. Er arbeitete zwei Jahre in der Europaabteilung des Bundesarbeitsministeriums und bei der Geschäftsstelle der „Hartz-Kommission“.

Alexandros Tassinopoulos studierte Betriebswirtschaftslehre in Regensburg und Dublin. Anschließend arbeitete er am Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), wo er unter anderem an der Entwicklung von Modellen für Regionalprognosen mitwirkte. Parallel dazu promovierte er in Volkswirtschaftslehre.

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