Impulse für Wissen

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In wenigen Jahren werden wir autonome Fahrzeuge so selbstverständlich nutzen, wie heute die von menschlichen Fahrern gelenkten Busse, Bahnen oder PKWs. Doch ist das autonome Fahren erst einmal Teil unseres Lebens, so wird das Funktionieren dieser Technologie als selbstverständlich angenommen und im Hintergrund des Alltags verschwinden. Die Bewegung vom Hype zum Hintergrund ist zahlreichen Technologien gemein. Innovationen der Mobilität erweisen sich dabei als besonders eindrücklich, da sie auch eine tiefgreifende Veränderung der gebauten Umwelt nach sich ziehen. Welche Szenarien sind zu erwarten? Welche Entwicklungen europäischer Städte werden durch autonomes Fahren unterstützt oder gehemmt?

Mit der Förderprojekt AVENUE21 unterstützt die Daimler und Benz Stiftung ein interdisziplinäres Forscherteam an der Technischen Universität Wien, das der Frage nachgeht, wie sich Städte und Stadtgesellschaften durch das autonome Fahren entwickeln könnten – und umgekehrt. Diese Herangehensweise bietet den entscheidenden Vorteil, konkrete lokale Rahmenbedingungen als Basis vorzufinden. Die Forschung kann von relativ stabilen gesellschaftlichen Größen ausgehen und Siedlungsstrukturen betrachten, die auch im Übergang noch lange den gegebenen baulichen Rahmen darstellen werden. Darüber hinaus werden internationale Vorreiterregionen, in denen autonomes Fahren bereits intensiv gefördert wird, über die gesamte Projektlaufzeit betrachtet.

Unter dem Dach des 2013 gegründeten „future.lab“ der Fakultät Architektur und Raumplanung arbeiten Vertreter der Architekturtheorie, der örtlichen Raumplanung und Stadtentwicklung, der Soziologie und Verkehrssystemplanung gemeinsam daran, ein differenziertes Bild vom autonomen Fahren im Kontext ausgewählter europäischer Städte zu zeichnen. Der Diskurs – gerade auch mit einer breiten Öffentlichkeit – ist dabei ein wesentliches Anliegen.

Leitende Wissenschaftler:

  • Ian Banerjee
  • Prof. Dr. Martin Berger
  • Prof. Dr. Jens S. Dangschat
  • Alexander Diem
  • Dr. Mathias Mitteregger (Koordinator)
  • Prof. Rudolf Scheuvens

 

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Ladenburger Kollegs

Ein „Ladenburger Kolleg“ stellt einen Forschungsschwerpunkt der Stiftung dar, in dem Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen und teilweise Experten aus der Praxis zusammenarbeiten. In einer Explorationsphase wird zunächst untersucht, ob das ins Auge gefasste Thema von ihnen interdisziplinär und mit den von der Stiftung zur Verfügung gestellten Mitteln Erfolg versprechend bearbeitet werden kann. Sobald sich ein Kolleg gebildet hat, legt es sein Forschungsprogramm fest und agiert in hohem Maße autonom. Die beteiligten Wissenschaftler reflektieren bei regelmäßig stattfindenden Treffen den Fortgang des Forschungsprozesses und koordinieren die beteiligten Einzelprojekte des Vorhabens. Die Dauer eines Kollegs umfasst drei bis fünf Jahre, die erzielten Ergebnisse werden veröffentlicht.