Impulse für Wissen

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Foto (Daimler und Benz Stiftung/Dorn)

Durch das Verschmelzen digitaler Technologien mit der Telekommunikation entwickeln sich Fahrzeuge zu mobilen Datenverarbeitungssystemen. Und diese Entwicklung schreitet mit großer Dynamik voran: Insbesondere dem vollautomatisieren Automobil wird in der hochvernetzten Datenwelt künftig eine Schlüsselrolle zukommen.

Wir stehen vor einer Dekade des Zusammenwachsens dieser Technologien mit der automobilen Fahrzeugtechnik. Diese neuartige Form der Vernetzung wird die Mobilität, wie wir sie kennen, grundlegend verändern. Einerseits trägt die Technologie zu einer Erhöhung der Sicherheit sämtlicher Verkehrsteilnehmer bei und schützt damit deren Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Das vernetzte Automobil erleichtert das Fahren und erhöht unsere Mobilität - eine Grundvoraussetzung für Freiheit. Durch eine permanente Anbindung an das Internet steigt zugleich die Möglichkeit, frei zu kommunizieren, Informationen einzuholen und seine Meinung zu äußern. Doch es gilt ebenso: Wir werden beim Autofahren und in unserer Kommunikation mehr und mehr Datenspuren hinterlassen; so werden beispielsweise unsere zurückgelegten Wege und unser Bewegungsmuster kontrollierbar. Wie sollte unsere Gesellschaft mit dieser Entwicklung umgehen? In welchem Verhältnis steht die Verantwortung zur Teilung persönlicher Daten mit der Gefahr einer permanenten Überwachung? Diese und weitere Fragen über rechtliche Vorschriften in Bezug zur Rolle des vernetzten Fahrzeugs in der Mobilitäts- und Kommunikationsfreiheit wurden in diesem Ladenburger Diskurs erörtert.

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Alexander Roßnagel, Universität Kassel (Projektleitung)

 

Publikation:

Grundrechtsschutz im Smart Car. Kommunikation, Sicherheit und Datenschutz im vernetzten Fahrzeug 

Herausgeber: Prof. Dr. Alexander Roßnagel, Prof. Dr. Gerrit Hornung
ISBN 978-3-658-26945-6

Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier.

 

 

 

 

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Ladenburger Diskurse

Die Dynamik der Wechselbeziehungen zwischen Mensch, Umwelt und Technik ist hoch. Um diese Prozesse angemessen zu verstehen, bedarf es einer ständigen und sachkundigen Reflexion auf wissenschaftlicher Ebene. Ein Forum der Stiftung für diese Reflexion ist der „Ladenburger Diskurs“. Wissenschaftler und Experten aus der Praxis erörtern den Stand der Forschung zu ausgewählten Fragen und klären, ob sich eine Fragestellung als Forschungsthema für das Förderprogramm der Stiftung eignet. Diskurse können auch dazu dienen, neue Themen für das Förderprogramm zu erschließen.
Darüber hinaus steht ein Diskurs auch zur Erörterung von Einzelfragen offen, ohne dass eine Fortführung des Themas im Förderprogramm der Stiftung beabsichtigt ist. 

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