Impulse für Wissen

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Hans Joas

Terra incognita im Haus Huth

Prof. Dr. Hans Joas

07. Juli 2014
im Haus Huth, Berlin

Auf die Titelseiten der Presse hat es noch jeder Papst der Neuzeit geschafft – in Superman-Pose als Graffito auf die Hauswand nur einer: Papst Franziskus. Seine Wahl hat die Hoffnung vieler Katholiken, aber auch vieler ehemaliger und Nicht-Katholiken auf eine Modernisierung der katholischen Kirche geweckt. Denn er ruft zum Kampf gegen Armut auf und plädiert für eine Reform der Kirche „auf allen Ebenen“.

Unerwartet stellt sich die als hoffnungslos verkrustet beleumundete Kirche den Herausforderungen der modernen säkularen Gesellschaft. Worauf sie sich damit einlässt, hat der Religionssoziologe Hans Joas untersucht. Sein Fazit: „Die religiöse Lage ist heute dadurch bestimmt, dass althergebrachte Annahmen in Frage gestellt werden und die individuellen Wahlmöglichkeiten zunehmen.“ Glaube muss gegenwärtige Erfahrungen zum Ausdruck bringen und die Kirchen müssen sich darauf einstellen, dass der Glaube zur Option geworden ist.

Zur Person:

Der vielfach ausgezeichnete Religionssoziologe und Sozialphilosoph Prof. Dr. Hans Joas lehrt und forscht an der Humboldt-Universität zu Berlin und der University of Chicago. Als erster Wissenschaftler hatte er 2012 die neu geschaffene Gastprofessur der Joseph Ratzinger Papst Benedikt XVI.-Stiftung an der Universität Regensburg inne. Dort widmete er sich dem Thema der „Sakralisierung und Säkularisierung". Im selben Jahr publizierte Professor Joas das Buch „Glaube als Option: Zukunftsmöglichkeiten des Christentums“.

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