Impulse für Wissen

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Thomas Bagger

Irritation im Haus Huth

Dr. Thomas Bagger
Leiter des Planungsstabs des Auswärtigen Amts, Berlin

15. Dezember 2014
im Haus Huth, Berlin

„Eleganz hat überhaupt nichts mit Mode zu tun.“
Karl Lagerfeld

Die Kombination aus Diplomatie und Eleganz verwundert im Allgemeinen kaum. Man bestaunt den Glanz des Staatsprotokolls, pflegt das Klischee von geschliffenen Gläsern und glattem Parkett. Die Innenwelt der Diplomatie dagegen sieht Eleganz als Savoir-faire im Umgang mit Mitteln und Instrumenten, Interessen durchzusetzen, Konflikte zu entschärfen, dem Recht anstelle der Macht Geltung zu verschaffen. Diplomaten wollen Lösungen für vermeintlich unlösbare Probleme anbieten.

Von der Basisarbeit des Protokolls über die widerstreitenden Theorien der internationalen Beziehungen bis hin zur entscheidenden Bedeutung von Sprache, Zeitpunkt und Format diplomatischer Verhandlungen – in fünf ganz unterschiedlichen Zugängen erkundet der Diplomat Thomas Bagger die Facetten moderner Diplomatie: „Ihr Handwerk verändert sich so grundlegend wie die Welt um uns herum. Die Kunst der Diplomatie aber ist immer noch die gleiche. Sie ist so einfach wie komplex.“ Gelingt den Diplomaten die Verbindung von Kunst und Handwerk, dann kann ihnen Elegantes gelingen – Lösungen, die einfach sind, überzeugend und darum dauerhaft und wirkungsvoll.

Zur Person:

Dr. Thomas Bagger studierte Politikwissenschaft, Volkswirtschaft und Öffentliches Recht in München, Paris und an der Universität von Maryland, USA. Nach einem zweijährigen Stipendium an der Stiftung Wissenschaft und Politik promovierte er 1992 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Anschließend trat er in den Diplomatischen Dienst ein, der ihn nach Prag, Ankara und Washington führte, immer wieder unterbrochen durch Aufgaben im Auswärtigen Amt. Dessen Planungsstab leitet er seit Juli 2011.

Podcast:

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