Impulses for knowledge

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Prof. Dr. Oliver Bendel

Dressur im Haus Huth

Prof. Dr. Oliver Bendel

09. Januar 2019
im Haus Huth, Berlin

Pandora, die Automatenmenschen des Daidalos oder die Skulptur des Pygmalion waren künstliche Geschöpfe des Mythos und der Fiktion. Später – ungefähr von 1500 bis 1850 – wurden tier- und menschenähnliche (Pseudo-)Automaten erdacht und vorgeführt: die körnerschluckende Ente, die kunstvollen Androiden, der doppelbödige Schachtürke.

Prof. Dr. Oliver Bendel

© Prof. Dr. Oliver Bendel

Dressur im Haus Huth

Prof. Dr. Oliver Bendel
Fachhochschule Nordwestschweiz, Windisch

09. Januar 2019
im Haus Huth, Berlin

Pandora, die Automatenmenschen des Daidalos oder die Skulptur des Pygmalion waren künstliche Geschöpfe des Mythos und der Fiktion. Später – ungefähr von 1500 bis 1850 – wurden tier- und menschenähnliche (Pseudo-)Automaten erdacht und vorgeführt: die körnerschluckende Ente, die kunstvollen Androiden, der doppelbödige Schachtürke.

Mittlerweile hat die Realität die Illusion mehr und mehr abgestreift, behält aber die Simulation bei. Es werden Systeme und Roboter erschaffen, die den Menschen zum Verwechseln ähnlich sehen. Auch tierähnliche und dinghafte Artefakte scheinen plötzlich Eigenschaften zu haben, die man bisher Menschen zugeschrieben hat. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz entscheiden sie selbst über Optionen und führen Aktionen aus – unter Umständen mit weitreichenden Folgen. Gezähmt, dressiert, zivilisiert und moralisiert werden sie von sozialer Robotik und Maschinenethik.

Der Philosoph Oliver Bendel setzt sich mit Roboterphilosophie und Roboterethik, sozialer Robotik und Maschinenethik auseinander: „Ich will Entwickler und ihre Geschöpfe für die Philosophie gewinnen und ihnen erklären, wie man Roboterautos, Serviceroboter und Chatbots zu moralischen oder zu unmoralischen Maschinen machen kann.“ Und wie man dabei in manchen Fällen die Büchse der Pandora öffnet.

Zur Person:

Prof. Dr. Oliver Bendel hat Philosophie und Germanistik sowie Informationswissenschaft studiert und in der Wirtschaftsinformatik promoviert. Er ist Experte in den Bereichen Wissensmanagement, Informationsethik sowie Maschinenethik. Seine Forschung in der Maschinenethik wird weltweit mit großem Interesse aufgenommen und in den internationalen Medien behandelt. Seit 1998 sind über 300 Fachpublikationen entstanden: Bücher und Buchbeiträge sowie Artikel in Praktiker- und Fachzeitschriften. Weitere Informationen über www.oliverbendel.net.

Podcast zum Vortrag:

Podcast:

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Daimler and Benz Foundation

Openness and curiosity are essential prerequisites for discovery. In order to intensify the knowledge-generation process, the Daimler and Benz Foundation works with targeted stimuli. Using its €3 million yearly operating budget, the Foundation is able to provide sizable resources for international research. Its endowment of €125 million makes the Daimler and Benz Foundation one of the largest, actively-operating foundations in Germany.

The Daimler and Benz Foundation is guided by clear principles. Its core values include supporting young researchers, encouraging interdisciplinary cooperation, and promoting research in a wide-range of fields. The Daimler and Benz Foundation has created a forum where leaders in the natural and social sciences can present and discuss their ideas. This exchange brings unconventional associations and new ideas to light: The result is knowledge with long-term benefits for us all.