Impulses for knowledge

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Andreas Boes

Dr. Andreas Boes

Prolog im Haus Huth

Dr. Andreas Boes
Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. München (ISF)

05. Oktober 2016
im Haus Huth, Berlin

Wer die aktuellen Umbrüche in Gesellschaft und Wirtschaft in ihrer Komplexität und Radikalität verstehen will, muss seinen Blick auf die Digitalwirtschaft im Silicon Valley richten. Als weltweit einzigartige Konzentration von IT-Giganten und Start-ups profitiert die Bay Area von ihrer Vernetzung mit renommierten Universitäten und in hohem Maß von risikofreudigen Kapitalgebern. Vor allem aber haben die Akteure dort die Bedeutung des durch das Internet entstandenen Informationsraums als neue gesellschaftliche und wirtschaftliche Handlungsebene verstanden und nutzen ihn konsequent. Basis und zugleich Treiber dieses „Innovationsbiotops“ sind die Start-ups mit ihren disruptiven Geschäftsideen und ihrer kompromisslosen Leistungskultur.

Den Soziologen Andreas Boes interessiert, was die deutsche Wirtschaft vom Silicon Valley lernen kann und worauf es ankommt bei einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Gestaltung der digitalen Arbeitswelt. Er plädiert für „einen eigenständigen europäischen Entwicklungsweg, der die notwendige Bereitschaft zu disruptiven Veränderungen mit einer konsequenten Orientierung auf soziale Stabilität zu verbinden hätte.“

Zur Person:

Dr. Andreas Boes ist Experte für das Thema „Informatisierung der Gesellschaft und Zukunft der Arbeit“ und leitet die gleichnamige Forschungsgruppe, die er seit 2007 am Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. München (ISF) aufgebaut hat. Er gehört dem Vorstand und Institutsrat des ISF an, ist Mitglied des Direktoriums des Munich Center for Internet Research (MCIR) und Privatdozent an der Technischen Universität Darmstadt, wo er sich 2006 mit seiner Arbeit „Informatisierung und gesellschaftlicher Wandel“ habilitierte. Im Verbund des IT-Gipfels der Bundesregierung ist er Mitglied sowohl der Plattform „Digitale Arbeitswelt“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) als auch der Kommission „Zukunft der Arbeit“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Einladung

Podcast:

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