
Der Forschungsverbund TITAN der Förderlinie Ladenburger Kolleg widmet sich dem Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in der Justiz. Erforscht werden Herausforderungen und Bedingungen für die Unterstützung durch lernfähige Sprachsysteme mit besonderem Fokus auf deren Akzeptanz. Die Forscher vereinen rechtswissenschaftliche, arbeits- und organisationspsychologische, rechtsinformatische sowie ökonomische Perspektiven.
Im Mittelpunkt des Treffens standen Berichte zu den jeweiligen Arbeitspaketen. Außerdem wurde eine zur Veröffentlichung vorgesehene Umfrage konzipiert, die der Erhebung von Akzeptabilitätsbedingungen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Gerichtsbarkeiten dient. Ergänzt wurde das Programm durch Impulse von Prof. Dr. Matthias Grabmair zum aktuellen Entwicklungsstand in diesem Forschungsgebiet. Dabei stellte er seine Vorarbeiten im Bereich informationstechnischer Qualitätskriterien dar. Prof. Dr. Phillip Reuß präsentierte Ergebnisse aus seinem Projekt „Künstliche Intelligenz und richterliche Entscheidungsfindung“.
Einen Einblick zum Einsatz von KI in den USA gab Prof. Dr. Daniel E. Ho. Er beleuchtete die daraus resultierenden rechtlichen Herausforderungen – zumal das US-amerikanische Rechtssystem grundsätzlich anders funktioniert als das deutsche. Da KI-Systeme jedoch häufig auf Basis globaler Datenquellen trainiert werden, nehmen damit auch andere Rechtsordnungen Einfluss auf das US-amerikanische Recht. Gerade dieser Aspekt KI-basierter Anwendungen wird in den USA kritisch diskutiert.