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Wer wird wie viel Wasser bekommen? Zielkonflikte der künftigen Wasserverteilung in Deutschland

 
 

Wasser zählt zu den wichtigsten Rohstoffen der Erde. Was aber, wenn es angesichts des Klimawandels und künftiger Wetterextreme immer knapper wird? Eine interdisziplinäre Wissenschaftlergruppe soll Interessenkonflikte bei der künftigen Wasserverteilung in Deutschland aufspüren und mögliche Lösungsansätze aufzeigen.

Lokaler Wasserstress könnte künftig auch im eigentlich wasserreichen Deutschland zu verstärkten Interessenskonflikten führen, etwa zwischen Landwirtschaft, Industrie, Energie- und Wasserwirtschaft sowie dem Schutz von Grundwasser und Ökosystemen. Mithilfe von Modellierungen und Planspielen wollen Forscher Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Sektoren und Interessen-gruppen transparent machen und eventuelle Zielkonflikte bei der Wassernutzung aufdecken. Exemplarisch sollen drei Bereiche mit besonderer Relevanz für Deutschland untersucht werden: Zielkonflikte in einem Flusseinzugsgebiet, Konflikte der Bewässerung, Wasserkonflikte bei Großprojekten. Beteiligte aus der Praxis werden bei Design und Erstellung sowie Auswertung der Modellierungen aktiv eingebunden. Mit der Werkstattversion einer Webanwendung wollen die Forscher schließlich das Konfliktfeld Wasser für alle Protagonisten erlebbar machen. Diese sollen befähigt werden, zielkonforme und zugleich konfliktmindernde Strategien zu finden.

Projektkoordination
  • Dr. Wolfgang Weimer-Jehle, Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (ZIRIUS), Universität Stuttgart
  • Dr. Hannah Kosow, Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (ZIRIUS), Universität Stuttgart
Projektbeteiligte
  • Prof. Dr. Dirk Rübbelke, Allgemeine Volkswirtschaftslehre, insbesondere Umwelt- und Ressourcenökonomik, Technische Universität Bergakademie Freiberg
  • Dr. Stefan Vögele, Institut für Energie- und Klimaforschung – Systemforschung und Technologische Entwicklung (IEK-STE), Forschungszentrum Jülich

 

 


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