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Rechtsdidaktik

 
 

Anders als andere Studiengänge wurde das Jurastudium während der vergangenen Jahre nicht durch nachhaltige Reformen verändert. Stellvertretend für die Probleme steht die Tatsache, dass die meisten Studierenden zur Examensvorbereitung auch heute noch kommerzielle Repetitorien besuchen und dies trotz Schaffung von universitären Examenskursen. Die Universitäten genießen insoweit nicht das nötige Vertrauen der Studierenden. Dass Handlungsbedarf besteht, wurde durch systematische Vorlesungsevaluationen deutlich, sodass ein stärkeres Nachdenken der Hochschulen über den Aufbau der Lehre, ihrer Ziele und Methoden erfolgte. Einige Universitäten bieten bereits wegweisende Modelle an.

Eine zentrale Frage an den gegenwärtig 42 deutschen Jurafakultäten lautet deshalb, wie die Lehre im Studium der Rechtswissenschaften verbessert werden könnte. Der Ladenburger Diskurs „Rechtsdidaktik“ möchte eine empirische Bestandsaufnahme der aktuellen Situation durchführen, Reformen diskutieren und konkrete Lösungsvorschläge entwickeln. Die damit verbundene Forschungsfrage lautet: Gibt es Aspekte des Studiums, die bislang seitens der Rechtsdidaktik nicht hinreichend in den Blick genommen wurden, denen gleichzeitig aber ein großes Potenzial für Verbesserungen innewohnt? In den Fokus rücken dabei die Themen: Stärkung von Selbstlernkompetenz, Wertevermittlung, die Wirksamkeit studentischer Projektgruppen und die Herstellung von Praxisbezügen.

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Jörn Griebel, Professur für Öffentliches Recht und Internationales Wirtschaftsrecht, Universität Siegen