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Natürliche und künstliche Intelligenz im Anthropozän

 
 

Der Lehrstuhl für analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie der Universität Augsburg beschäftigt sich mit dem Bewusstsein in der Perspektive der Philosophie des Geistes, die unter anderem nach seinem Verhältnis zu Materialität fragt; künstlicher Intelligenz in technikphilosophischer Perspektive; und das Anthropozän, das neue, von menschlichen Einflüssen auf das Erdsystem geprägte geologische Zeitalter, das die Frage nach dem Menschen neu stellt, die laut Kant für die Philosophie zentral ist. Um die Forschungstätigkeit insbesondere mit Wissenschaftlern aus Kanada auszuweiten, trafen auf Einladung der Daimler und Benz Stiftung Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen zu dieser internationalen Tagung.

Die entsprechende Forschung leiten einige Annahmen: Das Anthropozän stellt ein komplexes Phänomen dar, das sich nur interdisziplinär erschließen lässt, um dessen Auswirkungen nicht nur auf das Physische, sondern auch auf das Mentale zu erfassen. Besondere Rollen spielen dabei: die Informatik bzw. deren Beschäftigung mit Künstlicher Intelligenz; die Psychologie und die Pädagogik, die sich aus je verschiedenem Blickwinkel mit Intelligenz und Bewusstsein befassen; die Umweltwissenschaften, in denen es auch um die Veränderungen des Erdsystems im Anthropozän geht; und die Philosophie als Vernetzungschancen bietende Reflexionswissenschaft. Als Testfall eignen sich Umweltprobleme, die mit dem Anthropozän zusammenhängen.

Die beteiligten Wissenschaftler erörterten folgende Fragen: Wie lassen sich natürliche und künstliche Intelligenz für sich bestimmen, voneinander abgrenzen und zueinander in Beziehung setzen? Wie lässt sich künstliche Intelligenz für das Erkennen und Bearbeiten der Umweltprobleme des Anthropozäns nutzbar machen? Der Diskurs „Natürliche und künstliche Intelligenz im Anthropozän“ fand vom 1. bis zum 3. März 2020 statt.

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Uwe Voigt, Institut für Philosophie, Universität Augsburg