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A Cultural History of Mathematics in the 18th Century

 

Im 18. Jahrhundert vollzogen sich entscheidende Veränderungen in der Mathematik, etwa die Etablierung der neuen Analysis als Leitdisziplin und die Weiterentwicklung der Wahrscheinlichkeitstheorie. Damit gewann das Fach einerseits an disziplinärer Kontur und emanzipierte sich vom Status einer Hilfswissenschaft. Andererseits wuchs seine Bedeutung für naturwissenschaftliche und technologische Entwicklungen sowie für damit zusam­menhängende gesellschaftlichkulturelle Wandlungsprozesse. Der immer größer werdende Anwendungsbereich der Mathematik als Universalinstrument zur Modellierung naturwissenschaftlicher Theorien mündete in den Wandel von einem theologisch dominierten zu einem mathemati­schen Weltbild, das seinen Niederschlag auch in Philoso­phie, Kunst und Literatur fand. Die innermathematische Theorieentwicklung sowie ihre weitverzweigten – zeitge­nössisch durchaus auch kritisch diskutierten – Wirkungen standen im Zentrum des Symposiums, das im Zusammenspiel wissenschafts- und technikhistorischer, philosophischer, literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektiven.

Einstein-Forum

14.-15. Juni 2019

Die Veranstaltung wurde gefördert
von der Daimler und Benz Stiftung.

Ihre wissenschaftshistorischen Forschungen stellten zur Diskussion:
Prof. Dr. em. David Bellhouse, Mathematiker, Western University, London (Ontario)
Dr. Jip van Besouw, Philosoph, Vrije Universiteit, Brüssel
Dr. Franziska Bomski, Literaturwissenschaftlerin und Mathematikerin, Einstein Forum, Potsdam
Maître de conférences Dr. Maarten Bullynck, Mathematiker, Université Paris 8, Saint-Denis
Dr. Jeanne Peiffer, Mathematikerin, Centre Alexandre-Koyré, Paris
Prof. Dr. Helmut Pulte, Philosoph und Wissenschaftshistoriker, Ruhr-Universität, Bochum
Prof. Dr. David E. Rowe, Mathematikhistoriker, Johannes Gutenberg­Universität, Mainz
Dr. Jane Wess, Mathematikhistorikerin, Edinburgh

 
 
 

We Need to Talk ... About the Bomb

 

Mehr Staaten als jemals zuvor verfügen heute über Atomwaffen. Längst hat die Aufrüstungsspirale nicht nur rhetorisch erneut an Fahrt aufgenommen. Dennoch spielt die atomare Bedrohung nur noch eine Nebenrolle im öffentlichen Bewusstsein. Auch wenn sich die Mehrheit heute auf andere Untergangsszenarien wie etwa den Klimawandel oder die Gefahr terroristischer Anschläge konzentriert, bleibt die atomare Option das konkretes­te Symbol des existenziellen Zerstörungspotenzials. In Vorträgen und Diskussionen wurde am Einstein Forum die Frage erörtert, wie eine angemessene öffentliche Debatte über Nuklearwaffen wieder in Gang gesetzt werden kann.

Einstein-Forum

21.-22. Februar 2019

Die Veranstaltung wurde gefördert 
von der Daimler-Benz-Stiftung.

Es sprachen:
Robert Andersen, Journalist und Schriftsteller, Phoenix
Prof. Dr. Lorraine Daston, Historikerin, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin
Mohammed Hanif, Schriftsteller, London/Karachi
Prof. Dr. Susan Neiman, Philosophin, Einstein Forum, Potsdam
Dr. Martin Schaad, Historiker, Einstein Forum, Potsdam
Dr. Lovely Umayam, Nuklearsicherheitsanalystin, Stimson Center, Washington