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Wie weiter mit dem „Modell China“? – Aktuelle Kontroversen innerhalb der chinesischen Eliten

 

© Dr. Kristin Shi-Kupfer

Sinkendes Wachstum, steigende Verschuldung, internationaler Push-back gegen chinesische Unternehmen – der Volksrepublik steht ein „harter Kampf" bevor. So hat es Ministerpräsident Li Keqiang auf dem diesjährigen Nationalen Volkskongress angekündigt.

eile des sogenannten „Modell China" stehen in China schon länger in der Kritik: ein totalitärer Parteistaat mit einer top-down gelenkten, ambitionierten Industriepolitik, schnellem Fortschritt bei den digitalen Technologien und einem zunehmend perfektionierten Kontroll- und Überwachungssystem.

„Trotz einer immer härter werdenden Zensur sind im Internet abweichende Meinungen von der offiziellen Linie und regelrechte Debatten unter chinesischen Wissenschaftlern, Unternehmern und unabhängigen Expertenbloggern zu finden", so die Sinologin Kristin Shi-Kupfer. „Sie deuten auf Kontroversen auch innerhalb der politischen Eliten hin." Um die zentralen Positionen und Kontroversen rund um das „Modell China" zu verstehen, ist es sinnvoll, sich mit der Rolle von Privatunternehmen, deren Innovationsfähigkeit oder den Erfolgsaussichten der „Seidenstraßeninitiativen" zu befassen. Dies ermöglicht, deren Bedeutung und potenzielle Folgen für China, aber auch für ausländische Unternehmen, einschätzen zu können.

Reihe Mensch, Umwelt, Technik

Dr. Kristin Shi-Kupfer
Mercator Institute for China Studies (MERICS), Berlin

05. Juni 2019
Mercedes-Benz, Kundencenter Bremen

Dr. Kristin Shi-Kupfer leitet seit 2013 den Forschungsbereich Politik, Gesellschaft und Medien am Mercator Institute for China Studies (MERICS) in Berlin. Sie ist Expertin für Chinas Digitalpolitik, Ideologie und Medienpolitik sowie Zivilgesellschaft und Menschenrechte.
Vor ihrer Tätigkeit am MERICS war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sinologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Shi-Kupfer hat an der Ruhr-Universität Bochum über das Thema „Emergence and Development of Spiritual-Religious Groups in China after 1978" promoviert. Von 2007 bis 2011 berichtete sie unter anderem für Zeit Online, taz, epd, Südwest Presse und Profil aus Peking.
Im Mai 2017 wurde Shi-Kupfer in die Expertengruppe der deutsch-chinesischen Plattform Innovation des Bundesministeriums für Bildung und Forschung berufen.