Unser tägliches Essen: Forschung zwischen Genuss, Gesundheit, Politik und Naturwissenschaften
Thomas A. Vilgis, © privat
Überleben, Sättigung und Befriedigung – das war einmal der alleinige Zweck menschlicher Nahrung. Mit zunehmender Industrialisierung erhielt unsere Ernährung jedoch zusätzlich politische, heilende und selbstoptimierende Funktionen, Essen wurde zum Lifestyle-Produkt. Allerdings stehen hochverarbeitete und in Massenproduktion hergestellte Nahrungsmittel im Gegensatz zu umweltfreundlichen Ernährungsformen. In den Fokus gelangen zudem Gesundheitsaspekte, die gegenwärtig widersprüchliche Diskussionen verursachen.
Vor diesem Hintergrund ist es geboten, sich auf die molekularen Strukturen unserer Nahrung und deren Eigenschaften zu besinnen. Der Vortrag legte Beispiele von naturnaher Ernährung bis hin zu pflanzenbasierten Ersatzprodukten und kultiviertem Fleisch aus naturwissenschaftlicher Sicht dar. Denn gerade die Kombination aus Physik und Biochemie gewährt Einblicke in die Zubereitung, den Genuss sowie die Abbauprozesse von Lebensmitteln im menschlichen Körper.
Dialog im Museum
27. November 2025
Referent:
Prof. Dr. Thomas A. Vilgis
Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Mainz