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Ein Barometer für staatliche Überwachung

 

Die ursprünglich angekündigte Referentin Prof. Dr. Frauke Rostalski hat ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt. Wir freuen uns sehr, dass Prof. Dr. Ralf Poscher kurzfristig für den Vortrag gewonnen werden konnte.

Um durch Kriminalitätsprävention die Freiheit und Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, erscheint eine staatliche Überwachung unabdingbar. Aber wie weit soll und darf sie gehen? Bereits in den 1990er-Jahren, als der Gesetzgeber erstmals eine verpflichtende Zählung staatlicher Überwachungsmaßnahmen in der Telekommunikation einführte, wurden die Ergebnisse in der Presse heftig diskutiert.

Inzwischen haben sich sowohl unser Kommunikationsverhalten als auch die Bedrohungen verändert. Inwieweit greifen Behörden heute auf unsere persönlichen Daten zu? Was können sie, was tun sie und was sollen sie leisten?

In seinem Vortrag skizziert Poscher eine wissenschaftliche Methode zur Erstellung eines sogenannten Überwachungsbarometers. Ziel ist es, einen systematischen Überblick über sämtliche Überwachungsmaßnahmen durch Sicherheitsbehörden zu gewinnen. Die Erkenntnisse sollen gesellschaftliche Diskussionen versachlichen und die Gesetzgebung vereinfachen – nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten Europäischen Union.

 

Referent
Prof. Dr. Ralf Poscher ist seit 2019 Direktor der Abteilung für Öffentliches Recht am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht in Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Verfassungs- und Verwaltungsrecht, insbesondere mit Bezug zum Sicherheitsrecht und zur Rechtstheorie.

Weitere Informationen
 

Dialog im Museum 
24. Februar 2026
19.00 Uhr
Referent:
Prof. Dr. Ralf Poscher
Max-Planck-Institut, Freiburg

Sie haben die Möglichkeit, über den Link https://www.youtube.com/live/BDgxRoHF5SU dem Vortrag zu folgen und auch Fragen an den Referenten zu stellen. Die Teilnahme an der Präsenzveranstaltung kann aufgrund des begrenzten Platzangebotes nur mit persönlicher Einladung erfolgen.