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Immer der Nase nach – Wie Düfte unser Leben bestimmen

 

Gerüche beeinflussen unser Leben mehr als wir denken, sie wecken Erinnerungen, Gefühle und Assoziationen. Ob wir einen Duft angenehm finden, hängt von der Erziehung und persönlichen Erfahrungen ab. Beim allerersten Riechen eines Dufts werden die mit ihm verbundenen Emotionen abgespeichert – und bei späterer Wahrnehmung immer wieder abgerufen. Mit der Wirkung von Düften beschäftigen sich gegenwärtig viele Disziplinen, etwa die Medizin, die Psychologie und das Marketing. Obwohl noch viele Fragen offen sind, haben Wissenschaftler inzwischen erforscht, was biochemisch bei der Gewöhnung an einen Geruch passiert und wie Düfte über Riechsinneszellen Gestalt annehmen.

Vor wenigen Jahren entdeckten sie aber noch mehr: Nicht nur die menschliche Nase verfügt über Riechrezeptoren, sondern man findet sie nahezu überall im Körper, etwa in der Haut, im Herzen, in Tumorzellen, in Spermien oder im Vaginalsekret. Hanns Hatt ist einer der renommiertesten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Duftforschung. In seinem Vortrag wird er die physiologischen Grundlagen des Riechens erklären und über aktuelle Forschungsergebnisse berichten. Er wird auf die kommerzielle Nutzung von Düften eingehen und erläutern, wie Gerüche unser Befinden verändern und sogar Krankheiten heilen können.

Referent
Prof. Dr. Hanns Hatt hat in München Biologe, Chemie und Medizin studiert. Er ist Mitglied der Nordrhein- Westfälischen Akademie der Wissenschaften, der Leopoldina sowie der New York Academy of Sciences. 1992 wurde er auf den Lehrstuhl für Zellphysiologie der Universität Bochum berufen. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
 

Dialog im Museum
24. November 2022
19.00 Uhr

Referent:
Prof. Dr. Hanns Hatt
Universität Bochum