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20. Berliner Kolloquium
Der Datenmensch – Über Freiheit und Selbstbestimmung in der digitalen Welt

 
 

11. Mai 2016
10.30 - 18.00 Uhr
Langenbeck-Virchow-Haus, Berlin

Broschüre

Wer heute Informationstechnologien nutzt, hinterlässt Datenspuren. In der digitalen Welt lässt sich von jedem Menschen innerhalb kürzester Zeit ein umfassendes Profil erzeugen. Inzwischen vermischen sich virtuelle und reale Informationen, sodass durch immer leistungsfähigere Analysemethoden das Verhalten nicht nur des Einzelnen, sondern ganzer Gruppen vorhersehbar und damit steuerbar wird. Gesammelt, genutzt, geführt: Ist das der moderne Datenmensch?

Viele nehmen die Auswertung ihrer Daten bislang notgedrungen hin. Doch muss dies sein? Wie steht es um unsere durch das Grundgesetz verbürgte Freiheit und unser Recht auf Selbstbestimmung? Wollen oder müssen wir beides aufgeben – oder gibt es Alternativen zum gläsernen Ich? Beim 20. Berliner Kolloquium der Daimler und Benz Stiftung diskutieren namhafte Experten angesichts der neuen und schier grenzenlos erscheinenden Möglichkeiten der Informationstechnologien über die Bedeutung dieser Entwicklungen für das Individuum und unsere Gesellschaft. Aus interdisziplinärer Perspektive beleuchten Wissenschaftler, Vertreter von Unternehmen und NGOs, wie es um die informationelle Selbstbestimmung in der digitalen Welt steht. Sie erörtern den ökonomischen Wert von Daten, fragen nach der Würde des Menschen und sprechen über die Möglichkeiten der Politik, den Bürger durch Gesetze zu schützen.

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Alexander Roßnagel, Institut für Wirtschaftsrecht, Universität Kassel

Referenten:
Markus Beckedahl, Netzpolitik.org
Florian Glatzner, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft
Prof. Dr. Gerrit Hornung, Fachgebiet Öffentliches Recht; IT-Recht und Umweltrecht, Universität Kassel
Prof. Dr. Johannes Masing, Bundesverfassungsgericht
Thoralf Schwanitz, Google Germany GmbH
Prof. Dr. Indra Spieker gen. Döhmann, Institut für Öffentliches Recht, Universität Frankfurt