Ladenburger Kolleg „ZuWaKo“

Am 13. November 2025 fand die Abschlussveranstaltung des Ladenburger Kollegs „Zukünftige Wasserkonflikte in Deutschland“ statt. Teilnehmer aus Wissenschaft, Praxis und interessierter Öffentlichkeit kamen zusammen, um die Ergebnisse des mehrjährigen Forschungsprojekts zu diskutieren.

Prof. Dr. Julia Arlinghaus, Vorstand Daimler und Benz Stiftung, und Prof. Dr. Cordula Kropp, ZIRIUS Universität Stuttgart eröffneten die Veranstaltung. Im Mittelpunkt des nicht-öffentlichen Programms stand die Vorstellung der zentralen Projektergebnisse. Dr. Hannah Kosow, Universität Stuttgart gab zunächst einen Überblick über das Planspielkonzept. Anschließend präsentierte Dr. Wolfgang Hauser, Universität Stuttgart die für die Planspiele entwickelte Werkstattversion des neuen Futurescapes Navigators. Die Webandwendung ist eine themenoffene, nach Registrierung kostenlose digitale Anwendung. Sie kann bei der Analyse von Zielkonflikten und der Entwicklung von robusten Strategien unterstützen. Mehr Informationen und Zugang zu Anwendung und Planspielen unter https://www.zuwako.de/planspiel.

Die drei vorgestellten Fallstudien und ihre Planspiele gaben einen Einblick in typische Wasserkonflikte in Deutschland. Simon Brauner, Forschungszentrum Jülich, präsentierte ein Planspiel zu Zielkonflikten in Flusseinzugsgebieten, Janina Moschner, Universität Stuttgart, stellte Konflikte rund um landwirtschaftliche Bewässerung vor. Fabian Hölzlberger, TU Bergakademie Freiberg, beleuchtete die Situation im Braunkohlerevier. Alle drei Fallbeispiele zeigten, wie komplex und vielschichtig Wasserfragen sein können.

Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, sowohl die Webanwendung als auch die drei Planspiele selbst zu testen. Dieser praktische Teil stieß auf großes Interesse und bot Raum für viele Gespräche. In der anschließenden gemeinsamen Feedbackrunde wurden Eindrücke gesammelt und ein Ausblick auf mögliche Weiterentwicklungen gegeben.

Am Abend wurde die Veranstaltung für die Öffentlichkeit geöffnet. Im Max-Bense-Forum der Stadtbibliothek Stuttgart führte Prof. Dr. Julia Arlinghaus durch das Programm. Zwei Fachvorträge boten unterschiedliche Perspektiven auf aktuelle und zukünftige Wasserkonflikte:
Prof. Dr. Ines Dombrowsky, IDOS / Universität Lüneburg, beleuchtete globale Zusammenhänge, während Prof. Dr. Martina Flörke, Ruhr-Universität Bochum auf Herausforderungen in Deutschland einging.

Vor der Publikumsdiskussion folgten drei zentrale Thesen aus dem Ladenburger Kolleg zu zukünftigen Wasserkonflikten in Deutschland. Die zahlreichen Fragen zeigten deutlich, wie präsent das Thema Wasserverfügbarkeit und Konflikte rund um die Wassernutzung ist. Die Veranstaltung bot einen umfassenden Einblick in die Vielschichtigkeit zukünftiger Wasserkonflikte in Deutschland und zeigte, wie wichtig es ist, frühzeitig gemeinsame Lösungen und Räume für Dialog und Zusammenarbeit zu entwickeln.