Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen und Experten der Praxis klären in vorbereitenden Diskussionen den Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Einzelfragen aus dem Gesamtthema "Wechselbeziehungen zwischen Mensch, Umwelt und Technik" und diskutieren, welche Themen für die Einrichtung eines Kollegs sinnvoll erscheinen. Das Forum für diese Diskussionen sind die Ladenburger Diskurse. Im Anschluss an einen Diskurs entscheiden die Gremien der Stiftung, ob sich die dort entstandenen Vorschläge für ein konkretes Forschungsprojekt im Rahmen eines Kollegs eignen.
Die intensive wissenschaftliche Bearbeitung eines Förderschwerpunktes erfolgt im Ladenburger Kolleg, einem Verbund von Forschungsgruppen, die in ihren Institutionen einzeln, aber abgestimmt arbeiten, ihre Arbeitsergebnisse gemeinsam besprechen und längerfristige Forschungsaktivitäten miteinander koordinieren. Sobald sich ein Ladenburger Kolleg gebildet hat, arbeitet die Gruppe selbständig. Sie legt ein auf drei bis fünf Jahre angelegtes Forschungsprogramm fest, in dem die Einzelprojekte aufeinander abgestimmt werden. Halbjährlich treffen im Karl Benz-Haus in Ladenburg die Kollegiaten zusammen, um die Entwicklung der Forschungen zu reflektieren. Die Gelder der Stiftung fließen vorwiegend in die Personalmittel der Einzelprojekte. Die Ergebnisse der Kollegs und der Diskurse werden in der Regel veröffentlicht.
Für die Forschungstätigkeit junger Deutscher im Ausland sowie junger Ausländer an deutschen Forschungseinrichtungen werden Stipendien im Rahmen der Promotion vergeben. Das Programm ist für alle Fachdisziplinen, Themen und Länder offen. Voraussetzung ist ein eigenes Forschungsvorhaben und die Einbettung in eine wissenschaftliche Einrichtung im Gastgeberland.
Weitere Fördermaßnahmen erfolgen in länderspezifischen Einzelprojekten sowie in wissenschaftlichen Veranstaltungen.
Im geringen Umfang werden auch Einzelprojekte außerhalb des thematischen Rahmens des Stiftungsprogramms unterstützt. Neben Originalität und wissenschaftlichem Wert der vorgeschlagenen Projekte spielen auch hier die stiftungsspezifischen Möglichkeiten und Grenzen eine besondere Rolle. Eine Förderung kommt erst dann in Frage, wenn ein besonderes thematisches Interesse der Stiftung besteht. Dabei kann die Möglichkeit, schnell und formlos reagieren zu können, gerade in schwierigen Situationen stimulierendend auf die vorgesehen Projekte wirken.