Podcasts der Vorträge - "Konferenz Schlaf"

Die Stiftung dankt der Charité für die Überlassung der Dateien. Bearbeitung: Reinhard Weise.


Item 1. Einführung
Prof. Dr. Thomas Penzel
Interdisziplinäres Schlafmedizinisches Zentrum, Charité - Universitätsmedizin Berlin
Prof. Dr. Thomas Penzel

Thomas Penzel ist als Physiker, Humanbiologe, Physiologe, Medizininformatiker und Schlafforscher wissenschaftlicher Leiter des schlafmedizinischen Zentrums am Universitätsklinikum Charité. Dort erforscht er seit 2006 die Möglichkeiten neuer diagnostischer Methoden sowie die Grundlagen und Funktionen des Schlafs. Darüber hinaus setzt er sich für die Integration der Schlafforschung und Schlafmedizin in die medizinisch-wissenschaftliche Aus- und Fortbildung ein. Thomas Penzel ist Schriftleiter der Fachzeitschrift Somnologie und wurde 2001 mit dem Bial Preis für Neurotelemedizin ausgezeichnet, 2008 erhielt er den Bill Gruen Preis für Innovationen in der Schlafforschung.


Item 2. Schlafen und Träumen - Luxus oder Notwendigkeit?
Prof. Dr. med. Thorsten Schäfer
Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. med. Thorsten Schäfer

Thorsten Schäfer studierte Humanmedizin an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte dort im Fach Physiologie. Auf diesem Gebiet habilitierte er sich im Anschluss daran mit vergleichenden Untersuchungen zur zentralen Atmungsregulation. Gegenwärtig ist Thorsten Schäfer Studiendekan der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität und leitet das Institut für Klinische Physiologie an der Helios Klinik Hagen-Ambrock. In der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin ist er Sprecher der Arbeitsgruppe Pathophysiologie, in der Physiologischen Gesellschaft leitet er die Arbeitsgruppen Pathophysiologie sowie Angewandte und Klinische Physiologie. Aktuell forscht Thorsten Schäfer zu Fragen der zentralen Atmungs- und Schlafregulation beim Menschen.


Item 3. Kann man den Schlaf und seine Inhalte sehen?
Prof. Dr. med. Göran Hajak
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Regensburg
Prof. Dr. med. Göran Hajak

Göran Hajak ist Neurologe, Psychiater, Psychotherapeut, Schlafmediziner und Gesundheitsmanager und als Universitätsprofessor für Psychiatrie, stellvertretender Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik und Ärztlicher Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums an der Universität Regensburg tätig. Seine Arbeit widmet sich der Integration neurowissenschaftlicher Forschung in die klinische Psychiatrie im Hinblick auf eine sozial gerechte und betriebswirtschaftlich erfolgreiche Organisation der medizinischen Versorgung. Sein Engagement in der Schlafmedizin umfasst unter anderem eine mehr als 10-jährige Tätigkeit als geschäftsführender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin und resultiert in mehr als 200 wissenschaftlichen Publikationen zum Thema Schlaf.


Item 4. Schlaf und Schlafstörungen
Prof. Dr. Claudio L. Bassetti
Neurologische Klinik und Poliklinik, Universitätsspital Zürich
Prof. Dr. Claudio L. Bassetti

Nach Medizinstudium und Promotion an der Universität Basel war der Neurologe und Schlafmediziner Claudio L. Bassetti ab 1992 Oberarzt und ab 1995 Ko-Direktor des Schlaflabors der neurologischen Klinik am Universitätsspital in Bern. Während dieser Zeit führte ihn ein Forschungsaufenthalt an das Michigan University Hospital in Ann Arbor (USA). 2001 erfolgt die Berufung zum Extraordinarius an die Universitätsklinik in Zürich, wo er als Direktor der Poliklinik und stellvertretender Direktor der Klinik wirkt. Professor Bassetti ist seit 2008 Präsident der Europäischen Schlafgesellschaft (ESRS), Präsident-elect der Schweizerischen Neurologischen Gesellschaft und Direktor des wissenschaftlichen Komitees der Europäischen Neurologischen Gesellschaft (ENS). Schwerpunkte seiner Forschung sind die Narkolepsie, die Beziehungen zwischen Schlaganfall und Schlaf sowie die Untersuchung der Neuroplastizität durch den Schlaf im Tiermodell.


Item 5. Schlaf und Mobilität
Dr. Wilhelm E. Kincses & Siegfried Rothe
Daimler AG, Böblingen
Dr. Wilhelm E. Kincses

Als Physiker leitet Wilhelm E. Kincses im Bereich Assistance Systems & Chassis der Daimler AG eine Arbeitsgruppe sowie mehrere Projekte zum Thema Brain Imaging und koordiniert auf diesem Gebiet interne wie externe Forschungsaktivitäten. Seine eigene Forschung beschäftigt sich mit der Untersuchung und Klassifizierung kognitiver Fahrerzustände unter realen Verkehrsbedingungen. Ziel ist es, mittels nicht invasiver elektromagnetischer Methoden der Gehirnbeobachtung Verfahren zu entwickeln, die anhand von Aktivitätsmustern des Gehirns kognitive Komponenten der Fahraufgabe (Aufmerksamkeit, Entscheidungsfindung, Ermüdung u. a.) beschreiben und bestimmen können. Diese Erkenntnisse dienen einer optimalen Auslegung von Fahrer­assistenz­systemen.


Siegfried Rothe

Siegfried Rothe leitet das Projektcluster Condition Enhancement. Zusammen mit seinem Projektteam befasst er sich mit der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Lkw-Fahrern mit dem Ziel, ihnen einen erholsamen Schlaf sowie verschiedene vitalisierende Maßnahmen während der Fahrt zu ermöglichen. Um diese Maßnahmen in einem sogenannten TopFit-Truck zu realisieren, ist die Zusammenarbeit u. a. mit Akustikern, Klimaexperten, Schlafforschern, Ergonomen, Biologen, Neurologen, Psychologen und Kraftfahrzeugtechnikern von essenzieller Bedeutung. Für die Koordination dieser Aufgaben und die Integration in das Fahrzeug ist Siegfried Rothe verantwortlich.


Item 6. The New Science of Sleep
Prof. Allan I. Pack, MD, PhD
University of Pennsylvania
Prof. Allan I. Pack, MD, PhD

Allan Pack hat die John L. Miclot-Professur inne und ist Direktor des Centers for Sleep and Respiratory Neurobiology an der University of Pennsylvania. Er leitet dort außerdem die Abteilung Schlafmedizin sowie ein interdisziplinäres Zentrum zur Behandlung von Schlafstörungen. Derzeit widmet sich Allan Pack hauptsächlich der Erforschung des Schlafs und seiner Störungen, insbesondere der Schlafapnoe. So untersuchte er die grundlegenden neurobiologischen Prozesse, die während des Schlafs eine Apnoe, also einen Atemstillstand begünstigen. Aktuell führt Allan Pack Studien zur Klärung der molekularen Mechanismen von Schläfrigkeit und der genetischen Grundlagen von Schlafstörungen durch. Ziel ist es, die Gene zu identifizieren, die für diese Störungen eine Rolle spielen, und deren Funktionen für den Organismus abzuleiten.


Klicken Sie hier, um die deutsche Simultanübersetzung des Vortrags anzusehen.


Item 7. Leistung durch Schlaf - Mythos oder Wahrheit?
Dr. med. Ingo Fietze
Interdisziplinäres Schlafmedizinisches Zentrum, Charité - Universitätsmedizin Berlin
Dr. med. Ingo Fietze

Ingo Fietze studierte in Moskau und Berlin Biomedizin-Biophysik sowie Humanmedizin und erforschte später als Pathophysiologe den Schlaf und dessen Rhythmen bei Gesunden wie bei Patienten. Heute leitet der Internist und Pulmologe das interdisziplinäre schlafmedizinische Zentrum an der Charité und ist ausschließlich auf dem Gebiet der Schlafforschung und Schlafmedizin tätig. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklung und Umsetzung neuer Diagnostik- und Therapieansätze für die wesentlichen Formen von Schlafstörungen sowie die Untersuchung des Einflusses von Schichtarbeit und anderer extremer äußerer Bedingungen auf einen erholsamen Schlaf. Ingo Fietze ist geschäftsführender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung (DGSM) und setzt sich in dieser Funktion insbesondere für die Qualität der schlafmedizinischen Versorgung, aber auch für die Etablierung einer Präventionsforschung in Deutschland ein.