
14. Berliner Kolloquium
der Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung
Tagung
Wozu braucht es Rituale?
Kulturwissenschaftliche und neurobiologische Perspektiven
Leitung: Prof. Dr. Axel Michaels,
Südasien-Institut der Universität Heidelberg
Abendvortrag
Ritual und Freiheit
Prof. Dr. Wolf Singer
Direktor der Abteilung für Neurophysiologie
am Max-Planck-Institut für Hirnforschung
in Frankfurt am Main
20. Mai 2010
Langenbeck Virchow-Haus,
Luisenstr. 58/59, Berlin
| Bericht |
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Sich der Wirklichkeiten vergewissern -
Körper und Sinne im Ritual
Text: Kristina Vaillant
Fotos: Matti Hillig
„Rituale – Wurmfortsatz der Evolution oder Teil des Menschseins?“ Der wissenschaftliche Leiter des 14. Berliner Kolloquiums, Axel Michaels (Universität Heidelberg), stellt gleich in seinem Eröffnungsvortrag klar: „Eine Antwort auf diese Frage steht noch aus“. Und so kamen auch die anderen Referenten im Laufe des Tages immer wieder auf diese Frage zurück.
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Wenn Rituale aber allgegenwärtig seien, so Michaels, dann müssten sie mit Gedächtnisfunktionen des Gehirns, mit emotionalen Prozessen und mit evolutionären Faktoren einhergehen. Voraussetzung sei aber zunächst, so Michaels, genau zu bestimmen, was unter einem Ritual zu verstehen ist: Neben bestimmten Ingredienzen wie Körperschmuck gehörten zum Ritual handelnde Menschen, die nicht nur mitdenken, die Ritualerfahrung spiele sich vor allem auf sinnlicher Ebene ab.
Als weitere Kriterien gab der Indologe die Form des Rituals als nachahmbare und wiederholte Handlung sowie deren Rahmung an, die das Ritual aus dem Alltag heraushebt, sowie die Bezugnahme von Ritualen auf etwas ‚Höheres’, etwa auf die Gemeinschaft, Werte oder einer Gottheit; und schließlich die Transformation, die Ritualteilnehmer erfahren, wenn etwa in einem Initiationsritual wie der Konfirmation Jugendliche zu Erwachsenen werden. „Rituale wirken“, fasste Axel Michaels zusammen, „im Ritual passiert etwas, was nicht trivial ist.“
Aus kulturwissenschaftlicher Sicht, und dieser Perspektive widmet sich seit acht Jahren der von Axel Michaels geleitete Sonderforschungsbereich „Ritualdynamik“, gebe es verschiedene Gründe, die dafür sprechen, dass Menschen ohne Rituale nicht auskommen: Rituale bilden Vertrauenskapitel, sie stabilisieren soziale Beziehungen, sie ordnen die Welt und sie entlasten den Menschen, weil in Ritualen der Sinn hinter der Handlung nicht jedes Mal von Neuem ausgehandelt werden muss. Neben diesen Gewissheiten formulierte Axel Michaels aber auch Fragen, die sich an die nachfolgenden Referenten aus den Neurowissenschaften, der Anthropologie und Verhaltensforschung richteten: Welche Rolle spielen Emotionen? Welche Bedeutung haben Rituale für das Lernen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Rituale im Jugendalter sehr häufig vorkommen? Und: Aktivieren Rituale bestimmte Hirnregionen?
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Repräsentierten die neurobiologische Perspektive: Professor Hannah Monyer und Professor Wolf Singer. |
Rituale und Gedächtnis
Zu einem Teil dieser Fragen konnte die Neurowissenschaftlerin Hannah Monyer Hinweise liefern. Sie forscht an der Universität Heidelberg an den zellulären und molekularen Grundlagen des Gedächtnisses und des Lernens. Aus der Hirnforschung wisse man, so Monyer, dass sich durch die Wiederholung von Handlungen, eines der Kerncharakteristika von Ritualen, im Gehirn etwas verändert, sowohl strukturell als auch auf der Ebene der Moleküle. „Eine Erinnerung, die aus dem Gedächtnis hochgeholt wird, wird labil. Sie verändert sich durch die Wiederholung und wird auch in veränderter Form wieder abgespeichert“, so Hannah Monyer.
Experimente mit Mäusen zeigten, dass ein zweiter Übertragungskanal an den Synapsen der Nervenzellen aktiviert wird, wenn eine Zelle wiederholt stimuliert wird. Diese zellulären Veränderungen könnten durch verschiedene Mechanismen ausgelöst werden und veränderten die Gehirnstrukturen. Wie dies im Einzelnen geschieht, erläuterte die Gedächtnisforscherin anhand des Zusammenhangs von Erinnerungsleistung und Bewegung im Raum.
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Wenn Versuchstiere einen Raum zum ersten Mal erkunden, werden bestimmte Gehirnzellen (sogenannte Platzzellen) aktiviert. Bei der Wiederholung dieses Vorgangs, so zeigt sich, werden genau dieselben Nervenzellen aktiviert wie vorher, mit dem Unterschied, so Monyer, „dass neue Proteine hergestellt werden, das heißt, es verändert sich etwas bei der Wiederholung.“
Durch das Zusammenspiel von Körperbewegung und Wahrnehmung im Raum wird die räumliche Erinnerung im episodischen Gedächtnis kodiert. Aus ihrer Sicht spielen sich diese Erinnerungsleistungen zwischen Kontinuität – es werden immer dieselben Zellensembles aktiviert – und Veränderung – neue Proteine werden hergestellt – ab. Der Zusammenhang zwischen Körpererfahrung und Erinnerung scheint auch für Rituale eine wichtige Rolle zu spielen. „Es ist leichter etwas zu memorieren, wenn zwei Modalitäten verbunden werden“, so Hannah Monyer.
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Stiftungsvorstand im Pausengespräch: Vorsitzender Professor Eckard Minx und Professor Rainer Dietrich. |
Die Wirksamkeit von Ritualen:
individuelle biopsychische Prozesse
Die Ethnologin Birgitt Röttger-Rössler, die an der Freien Universität Berlin vor allem Übergangsrituale erforscht, bezog eindeutig Position: „Der Mensch braucht Rituale“, stellte sie fest. In ihrem Vortrag ging sie der Frage nach, welche biopsychischen Vorgänge das Ritual für den Einzelnen wirksam machen. Als Beispiel dient ihr ein Abschiedsrituals, das in der Gesellschaft der Makassar auf der indonesischen Insel Sulawesi praktiziert wird. Bei diesem Abschiedsritual werden die Reisenden Wochen vor der Abreise durch ständige Nachfragen langsam auf das Abschiednehmen eingestimmt, je näher der Reisetermin rückt, desto intensiver. Verwandte und Freunde besuchen den zu Verabschiedenden immer häufiger, schließlich durchwachen sie die letzte Nacht gemeinsam, essen, singen Lieder und brechen zwischendurch immer wieder in Tränen aus.
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Setzte sich mit der kulturbiologischen Sicht auseinander: Professor Birgitt Röttger-Rössler (l.), FU Berlin. |
Dieser Ablauf, so Röttger-Rössler in ihren Überlegungen, löse bestimmte biopsychische Vorgänge in den Beteiligten aus. In der ersten Phase trete eine Bewusstmachung des Abschieds ein, in der zweiten Phase werden durch das enge Beisammensein im Haus des Abreisenden Emotionen durch „emotionale Ansteckung“ zwischen den Teilnehmern übertragen. „Das gegenseitige Beobachten löst Resonanzen aus und versetzt den Körper in Handlungsbereitschaft“, so die Ethnologin.
Dieser Vorgang habe eine Entsprechung im Gehirn. Die Gehirnforschung habe Spiegelneuronen identifiziert, die dafür verantwortlich seien, dass wir „angesteckt“ werden, wenn wir Menschen Lachen oder Weinen sehen. Diese Art der Einfühlung sei zwar auch schon von Psychologen und Philosophen Anfang des 20. Jahrhunderts beschrieben worden, sagte Röttger-Rössler, sie versuche nun, diese verschiedenen Forschungsstränge zusammenzubringen.
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Pause? Diskussionen im Foyer. |
Ritualisiertes Management hemmt Kreativität
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Der Zürcher Unternehmensberater und Sozialwissenschaftler Jürgen Häusler zeichnete in seinem Vortrag ein Bild von Ritualen in Unternehmen, die vor allem eine konservierende Funktion haben. Er beschrieb in einer erfundenen und dennoch authentischen Erzählung das vierteljährliche Meeting von Marketing-Managern zu den Ergebnissen der Marktforschung. Damit zeigte er, wie Rituale in Großunternehmen genutzt werden, um Macht- und Entscheidungsstrukturen zu festigen.
Solche „globalisierten Managementroutinen“ wie die Marktforschung – ursprünglich eingeführt um Innovation zu bewirken – hemmten durch ihre Institutionalisierung in Großunternehmen inzwischen kreative Prozesse, so Häusler. Dieser Befund stehe dem Selbstbild von Managern als effizient, professionell und autark handelnde Personen entgegen. In diesen Routinen, so der Unternehmensberater „wird nichts hinterfragt, es wird zelebriert.“ Dennoch bestand er darauf, dass Rituale nicht per se eine konservierende Wirkung haben, sondern im Prinzip auch eingesetzt werden könnten, um Kreativität in Unternehmen zu fördern.
Rituale: Ergebnis der biologischen Evolution…
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Eine ganz andere Sichtweise auf Rituale lieferte der Primatenforscher Volker Sommer vom University College London. Aus Sicht der evolutionären Anthropologie seien Rituale nichts anderes als Kommunikation, wobei Kommunikation in der "evolutionären Kommunikationstheorie" als Manipulation verstanden werde und stets dem Ziel diene, mit möglichst geringem Aufwand zum Ziel zu kommen. Empfänger von Ritualen seien deshalb naturgemäß skeptisch. Überzeugen lassen sie sich deshalb umso eher, je "kostspieliger" ein Signal ist. Als Beispiel nannte er den prächtigen Federschmuck des Pfaus, der dem Weibchen Auskunft über dessen körperliche Konstitution gibt: Der Pfau steigert mit der Federpracht seine Fortpflanzungschancen, sie behindert ihn andererseits aber bei der Flucht vor einem Feind. Ein weiteres Beispiel sei das Brusttrommeln des Schimpansen, an dessen Klang Artgenossen seine Größe und Stärke erkennen könnten.
Die Funktion solcher Signale, so Volker Sommer, bestehe im „Konfliktmanagement“. Mensch und Tier bräuchten diese Kommunikationsform, um Konkurrenzsituationen in und unter Gruppen zu regeln und über diese Abgrenzung Identitäten zu schaffen. Im Hinblick auf die industrialisierten Gesellschaften der Gegenwart sagte er, dass die Anzahl von Ritualen im Zuge der Individualisierung des Menschen eher zunähmen, auch wenn diese neuen Rituale „nicht so langlebig sind.“ Als Beispiel für ein neuartiges Initiationsritual nannte er das Bungee-Springen.
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Ebenfalls beteiligt am Kolloquium (v.l.): Stiftungsvorstand Professor Eckard Minx eröffnete den Abendvortrag, Chefredakteur Dr. Reinhard Breuer von Spektrum der Wissenschaft wird ein Sonderheft zum Kolloquium herausgeben und Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth begrüßte die Teilnehmer zu Beginn des Kolloquiums. |
… und der soziokulturellen Evolution
Auch der Sozialanthropologe Harvey Whitehouse vermutet, dass manche Rituale „tief verwurzelt“ sind. Allerdings verortet er diese Wurzeln nicht allein in der biologischen Evolution des Menschen: Rituale sind nur im Zusammenhang mit der soziokulturellen Evolution des Menschen zu verstehen, so seine Sicht.
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Der Mensch sei im Gegensatz zum Tier in erster Linie auf Kooperation ausgerichtet, Rituale dienten in erster Linie dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dabei unterstrich er vor allem den Aspekt der Nachahmung, durch den soziales Lernen in Ritualen stattfinde. Diese Art des Lernens, durch das kulturelles Wissen überliefert werde, finde in allen Kulturen und zu allen Zeiten statt.
Weil in Ritualen durch Nachahmung gelernt wird, „wissen Menschen zwar, dass Rituale eine Bedeutung haben, aber in den meisten Fällen haben sie Schwierigkeiten, diese zu benennen.“ Harvey Whitehouse erforscht die Rolle von Ritualen in der soziokulturellen Evolution des Menschen. Er versucht in psychologischen Experimenten, aber auch durch historische Untersuchungen des Ritualverhaltens herauszufinden, welche Formen von Ritualen welche Funktionen erfüllen. So hätten Experimente mit Studenten beispielsweise gezeigt, dass Rituale, die mit hoher emotionaler Erregung einhergehen, die Fähigkeit der Teilnehmer erhöhen, die Inhalte des Rituals zu reflektieren. Solche Rituale hingegen, die nur eine geringe Erregung auslösen, dafür aber öfter wiederholt werden, unterdrücken die Reflexion. Diesen beiden Ritualmodi ordnet Whitehouse noch weitere Eigenschaften zu und fasst sie unter der Bezeichnung „imagistic mode“ und „doctrinal mode“ zusammen.
„Wir können sagen“, so der Sozialanthropologe, „warum der eine Modus größere Gruppen zusammenschweißt und der andere kleinere Gruppen. Wir kennen aber nicht die Gründe dafür, dass die eine Gruppe den einen und die andere Gruppen den anderen Modus annimmt.“ Rituale, so sein Resümee, sind „kein unnötiger Wurmfortsatz der Evolution, sondern vielmehr einer der stärksten Motoren für die soziokulturelle Evolution des Menschen.“
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Mehr als 350 Zuhörer kamen zum Abendvortrag von Professor Wolf Singer vom Max-Planck-Institut, Frankfurt/Main. |
Die soziokulturelle Umwelt sinnlich begreifbar machen
Auf Grundlage seiner Erforschung der neuronalen Grundlagen und der Evolution des Gehirns unternahm der Mediziner und Hirnforscher Wolf Singer im öffentlichen Abendvortrag, wie er sagte, „den Versuch“, die Entstehung und Bedeutung von Ritualen für den Menschen zu erklären. Ausgangspunkt seiner Überlegungen war, dass der Mensch in zwei Welten lebt: in der natürlichen, durch die biologische Evolution vorgegebenen, und in der soziokulturellen Umwelt, die der Mensch selbst erschaffen hat. Durch die Evolution, so Singer, haben sich die Sinnessysteme des Menschen an die Umwelt angepasst und dadurch bestimmte Wahrnehmungsstrategien hervorgebracht.
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Mit seinen kognitiven Wahrnehmungsstrategien und den sich daraus ergebenden Fähigkeiten, z. B. zur Abstraktion, zur Empathie, zur sprachlichen Kommunikation oder zu Erziehung seiner Nachkommen, setzte sich der Mensch deutlich von allen anderen Lebewesen ab. Diese kulturelle Evolution des Menschen, das habe die Hirnforschung gezeigt, spiegelt sich auch in der Struktur und in den neuronalen Mechanismen des menschlichen Gehirns wieder.
Werte wie Verantwortung, Tauer, Liebe, Empathie, aber auch ästhetische Kriterien oder die Zeit, „sind durch den Menschen in die Welt gekommen“, stellt Singer fest. Und es sind diese Wirklichkeiten, so Singers These, derer wir uns „vergewissern, indem wir sie gemeinsam in Ritualen wahrnehmen“. Allerdings müssten diese Wirklichkeiten, um sie in Ritualen wahrnehmen zu können, bestimmte Objekteigenschaften erfüllen, wie sie die Kognitionspsychologie definiert. Zu diesen Eigenschaften gehören neben der Geschlossenheit ein deutlich markierter Anfang und ein Ende, eine innere Struktur, Konstanz sowie eine klare Abgrenzung des Objekts gegenüber seiner Umgebung.
Die Körper im Ritual – Bindeglied zwischen
kultur- und naturwissenschaftlicher Forschung
Spätestens zu diesem Zeitpunkt waren die Parallelen zu den kulturwissenschaftlichen Ansätzen, die Rituale durch ihre Herausgehobenheit aus dem Alltag, ihre Ritualgrammatik und ihre Rahmung charakterisieren, nicht mehr zu übersehen. Axel Michaels bemerkte in seinen abschließenden Worten denn auch, dass, „die Charakterisierung von Ritualen als Objekte, ein Ansatz ist, der uns weiterführen kann.“
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Schlossen die Expertentagung mit einer Podiumsdiskussion über die Erkenntnisse des Tages (v.l.): Professor Christian von Scheve, Professor Christoph Wulf, Professor William S. Sax und Dr. Henrik Jungaberle. |
Die Kulturwissenschaftler, die an der Podiumsdiskussion teilnahmen, sahen die Anknüpfungspunkte zu den anderen wissenschaftlichen Disziplinen in der Körperlichkeit von Ritualen. „Rituale sind sehr sinnliche Prozesse. Der Körper steht im Mittelpunkt, der denkende Körper, der verkörperte Gedanke“, so der Ethnologe William Sax von der Universität Heidelberg. Für ihn und seinen Kollegen Christoph Wulf, Ritualforscher und Erziehungswissenschaftler an der Freien Universität Berlin, kann der Körper als „Brücke zwischen den natur- und kulturwissenschaftlichen Paradigmata dienen“.
Als Resümee aus allen Vorträgen ist für Christoph Wulf am Ende der Podiumsdiskussion die eingangs gestellte Frage, ob Rituale als Wurmfortsatz der Evolution oder Teil des Menschseins zu betrachten seien, eindeutig beantwortet: „Rituale gehören zu den Grundbedingungen des Menschseins, das haben Anthropologen und Neurobiologen gezeigt, wenn auch nicht erschöpfend. Keine Gesellschaft kommt ohne sie aus.“ Für die Kulturwissenschaften knüpft sich daran laut Wulf die nächste Frage: Wie sind die kulturellen und historischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Ritualen zu erklären?
Medienecho (Stand: 28.7.2010)
Thema
Homo ritualis?
Noch immer ist weitgehend ungeklärt, welchen psychischen Nutzen Rituale haben. Kontrovers ist, ob der Mensch überhaupt Rituale braucht. Vielen erscheinen sie als ein überflüssiger, gar hinderlicher Wurmfortsatz der Evolution; andere halten die Wiederholungen von Ritualen für das Lernen oder andere – auch kulturelle – Gedächtnisleistungen für unverzichtbar. Rituale können helfen, Emotionen zu beherrschen. Sie stehen aber auch im Ruf, Kreativität und Erneuerung zu behindern. Gibt es einen ritualisierten Zwang zum Ritual? Oder welche Freiheiten lässt das Ritual? Diesen Themen soll sich ein Kolloquium in Berlin widmen.
Auf dem 14. Berliner Kolloquium der Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung geht der Heidelberger Sonderforschungsbereich "Ritualdynamik" neue Wege in der Ritualforschung. Gemeinsam mit externen Forschern betrachtet er das Spannungsverhältnis von Ritual und Gewohnheit aus psychologischer und wirtschaftswissenschaftlicher, neurowissenschaftlicher und kognitionswissenschaftlicher sowie kulturwissenschaftlicher Sicht.
Ritual - das soziale Drama
An Ritualstudien und -theorien mangelt es wahrlich nicht. Die Vielzahl theoretischer sowie forschungsrelevanter Perspektiven ist überwältigend. Und doch muss weiter gefragt werden, von welcher Art das “Ritual” genannte soziale Drama (Victor Turner) ist, das immer wieder und an vielen Orten der Welt nach wie vor aufgeführt wird. Die Antworten sind vielfältig. Die einen verstehen Rituale als Medien für emotionsregulierende, angsteindämmende bzw. -auslösende Verhaltenssteuerungen oder als symbolische Verfahren des Krisenmanagements mit oft zweifelhaftem Ausgang. Andere heben die solidarisierenden, kontrollierenden, hierarchisierenden, stabilisierenden, rebellierenden, heilenden, propagandistischen, spielerischen oder theatralischen Aspekte hervor. Wiederum andere sehen in Ritualen nichts anderes als magische Praktiken oder gar Heiligenerscheinungen. Nicht zu sprechen von denen, die Rituale für bedeutungslos halten oder auf artgeschichtlich vererbte Dispositionen zurückführen.
Lästiges Erbe versus Erfahrungsschatz
Diese neuen und vielfältigen Zugänge sind beeindruckend, vor allem wenn man an die erst junge Geschichte des Begriffs „Ritual” denkt. Weder im Grimmschen Wörterbuch (1893) noch in einschlägigen frühen religionswissenschaftlichen Lexika taucht das Wort auf.
Zu negativ war in (post-)protestantischen, von verinnerlichender Individualisierung geprägten Gesellschaften der Begriff besetzt; die Beschäftigung mit ihm wurde eher als Last empfunden. Rituale galten als „äußerlich” und wurden gegenüber der „inneren Handlung” und Haltung, dem Glauben oder meditativen Gebet abgewertet. Rituale waren etwas für die Anderen, für die „Wilden“ oder „Primitiven“, die Kulte, aber keine Religion kannten. Rituale galten als konservativ, traditionsbewahrend und rückständig. Erst etwa Mitte der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, nicht zuletzt angestoßen durch die Jahrestagung der American Academy of Religion im Jahr 1977, änderte sich diese Einstellung, indem das kreative und erfahrungsbezogene Potenzial von Ritualen erkannt und anerkannt wurde.
Mit der positiveren Sichtweise wurden zunehmend auch den westlichen Industriegesellschaften zueigne Handlungskomplexe als Rituale begriffen und interpretiert. Rituale wurden mehr und mehr als kulturelle (Sub)Systeme angesehen und immer zahlreichere Handlungskontexte wurden unter dem Aspekt ihrer Ritualisierung studiert.
Personen
Für das Kolloquium wissenschaftlich verantwortlich:
Prof. Dr. Axel Michaels ...

... geboren 1949 in Hamburg, studierte Indologie, Philosophie und Rechtswissenschaft in München, Hamburg und Benares. Promotion an der Universität Hamburg, Habilitation an der Universität Kiel. 1981-1983 Direktor des Nepal Research Centres in Kathmandu/Nepal, 1986 Spalding Visiting Fellow am Wolfson College in Oxford (1986), 1992-1996 Professor für Religionswissenschaft an der Universität Bern, seit 1996 Ordinarius für Klassische Indologie am Südasien-Institut der Universität Heidelberg. Seit 2002 Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs "Ritualdynamik" an der Universität Heidelberg. Seit 2006 Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Seit 2007 einer der drei Direktoren des Exzellenzclusters "Asia and Europe".
Der Referent des Abendvortrags
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Singer...

... studierte Medizin in München und Paris, promovierte 1968 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, habilitierte sich 1975 an der TU München, und ist seit 1981 Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt/Main. 2004 gründete er das Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) und 2008 in Kooperation mit den Gebrüdern Strüngmann und der Max-Planck-Gesellschaft das Ernst Strüngmann Institut (ESI) in Frankfurt/M. Seine Forschung ist der Aufklärung der neuronalen Grundlagen kognitiver Funktionen gewidmet. Zunächst konzentrierten sich die Arbeiten auf die Hirnentwicklung, wobei erfahrungsabhängige Reifungsprozesse im Vordergrund standen. Heute befassen sich die meisten Projekte mit dem sogenannten Bindungsproblem. Kognitive Funktionen beruhen auf der gleichzeitigen Verarbeitung einer Vielzahl unterschiedlicher Sinnessignale in weit verteilten Regionen der Hirnrinde. Wie diese Teilprozesse zusammengebunden werden, um kohärente Wahrnehmungen zu ermöglichen, ist eines der zentralen Forschungsthemen.
8:30 Registrierung
9:30 Tagung
Eröffnung
Prof. Dr. Rainer Dietrich
Vorstand der Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung
Wilfried Porth
Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Daimler AG
Einführung: Die formale und emotionale Struktur der Rituale
Prof. Dr. Axel Michaels
Klassische Indologie, Leiter des Sonderforschungsbereichs „Ritualdynamik“, Universität Heidelberg
Gedächtnisspuren: einmaliges oder wiederholtes Erleben
Prof. Dr. Hannah Monyer
Klinische Neurobiologie, Universität Heidelberg
11:00-11:30 Kaffeepause
Ritual und Emotion als bio-kultureller Prozess
Prof. Dr. Birgit Röttger-Rössler
Ethnologie, Freie Universität Berlin
Das Management zwischen Routine und Kreativität
Dr. Jürgen Häusler
Unternehmensberater für Markenentwicklung,
Interbrand Zintzmeyer & Lux AG, Zürich
13:00-14:30 Mittagspause
Zur Evolutionsbiologie von Ritualen
Prof. Dr. Volker Sommer
Evolutionary Anthropology, University College London
Ritual: its causes and consequences (Vortrag in Englisch)
Prof. Dr. Harvey Whitehouse
Sozialanthropologie, Oxford University
16:00-16:30 Kaffeepause
Podiumsdiskussion
Dr. Henrik Jungaberle
Prof. Dr. William S. Sax
beide: Universität Heidelberg
Dr. Christian von Scheve
Freie Universität Berlin
Moderation: Prof. Dr. Christoph Wulf
Freie Universität Berlin
18:00-19:00 Postersession
mit Nachwuchswissenschaftlern des SFB 619 „Ritualdynamik“
19:00 Abendvortrag
Begrüßung
Prof. Dr. Eckard Minx
Vorstandsvorsitzender der Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung
Einführung
Prof. Dr. Axel Michaels,
Leiter des Sonderforschungsbereichs „Ritualdynamik“, Universität Heidelberg
Ritual und Freiheit
Prof. Dr. Wolf Singer
Direktor der Abteilung für Neurophysiologie am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main Empfang
Empfang
| Interview |

(Foto: Christiane Brosius)
Unser tägliches Ritual - die Tagesschau
Interview mit Professor Axel Michaels
Fragen: Kristina Vaillant
Wenn man sich umsieht, gewinnt man den Eindruck, dass wir heute nicht nur mehr Rituale begehen, sondern dass sie auch positiver gesehen werden. Täuscht dieser Eindruck?
Auch wenn viele der heutigen Rituale nicht so umfassend und nicht so langlebig sind, ich vermute stark, dass es in unserer industrialisierten Welt mehr Rituale gibt als in traditionellen Gesellschaften. Das hängt möglicherweise damit zusammen, dass die gesellschaftliche Zugehörigkeit nicht mehr so klar definiert ist. Heute kann man mal dieses sein, mal jenes. Damit diese Zugehörigkeit Form annimmt, bedarf es aber einer öffentlichen Darstellung. Dafür eignet sich das Ritual. Heute kann sich jede neue Organisation, jede Gemeinschaft zeigen und tut das auch. Es braucht ja im Prinzip auch nicht viel, um Rituale zu veranstalten: Viel Freizeit, etwas Dekor und die Motivation. Und natürlich sind die Zugehörigkeiten und Rituale auch durch Globalisierung und Migration vielfältiger geworden.
Und in der Forschung, hat es auch da eine Renaissance des Rituals als Forschungsgegenstand gegeben?
Es gibt keine Renaissance, aber sicherlich einen Boom der Ritualforschung. Das zeichnet sich seit den 1970er Jahren ab, als man anfing Rituale in fremden Kulturen als etwas Angenehmes und Schönes, als ästhetisches Erlebnis zu betrachten. Dass solche Rituale damals auch erstmals von vielen Touristen beobachtet werden konnten, hat sicherlich dazu beigetragen. Zuvor wollte man – vor allem in Deutschland – durch die Erfahrung mit dem Nationalsozialismus, durch die Dominanz der kirchlichen Rituale und den ‚Mief’ der 1950er Jahre wenig mit Ritualen zu tun haben. Über diesen Umweg haben wir also Rituale wieder schätzen gelernt, und auch die Forschung hat seitdem verstärkt auf Rituale geschaut.
Gibt es bestimmte Lebensbereiche, Teile der Öffentlichkeit, die besonders stark ritualisiert sind?
Die Politik hat sich immer wieder gerne der Rituale bedient, neu sind aber zum Beispiel Entschuldigungsrituale als gängige Form des politischen Rituals. Die Diplomatie und das Militär sind ein einziges Ritual, das Parlament ist zunehmend zum Ritual geworden. Auch die Art und Weise wie wir Medien konsumieren, ist stark ritualisiert: Warum wird die Tagesschau zum Beispiel jeden Abend um 20:00 Uhr gesendet und dauert immer ziemlich genau 15 Minuten, obwohl die Nachrichten vielleicht nur für fünf Minuten reichen? Auch in Unternehmen spielen Rituale eine wichtige Rolle, deshalb haben wir auch einen Unternehmensberater als Referenten eingeladen. In Unternehmen reichen Rituale von der Art des Grüßens, des Mittagessens bis zu den Betriebsabläufen. Das läuft alles nach ‚Schema F’ ab, da soll möglichst wenig Sand im Getriebe sein. Ob diese Abläufe immer optimal sind, ist eine andere Frage. Es gibt heute, etwa im Controlling, Verfahren, um das zu überprüfen. Aber diese Strukturen aufzubrechen, das ist sehr, sehr schwierig, da gibt es viele Widerstände.
Wenn in der kulturwissenschaftlichen Forschung von Ritualen die Rede ist, welche Verhaltensformen werden darunter subsumiert? Mit anderen Worten: Gehört auch das tägliche Zähneputzen dazu?
Da gibt es unterschiedliche Positionen. Die einen sagen, man muss das Alltagsverhalten mit hinzunehmen. Die anderen sagen, wir nehmen nur die besonderen Ereignisse und bezeichnen sie als Rituale. Es gibt auf beiden Seiten Schwierigkeiten. Diejenigen, die den Begriff Ritual enger fassen, so wie ich, haben fast nur das Begrenzungskriterium der Außeralltäglichkeit. Diejenigen, die den Begriff weiter fassen, müssen irgendwann fast jedes Handeln und Verhalten als Ritual sehen und dann wird es schwammig. Wenn man das Zähneputzen nimmt, dann würde ich sagen, ist das Ritualisierung oder ritualisiertes Verhalten im Unterschied zu Ritualen, wo es pompös und festlich zugeht und die sich vom Alltag absetzen. Die Frage ist aber nach wie vor, ob man Rituale überhaupt als gesonderte Form menschlichen Verhaltens herausfiltern kann.
Die alltägliche Verwendung des Begriffs Ritual drückt eher den konservierenden Charakter des Rituals aus, die Forschung zeigt aber, dass Rituale auch eine Transformation bewirken können.
Ich glaube, dass sich in Ritualen eine Gesellschaft immer wieder definiert. Sie zeigt sich beim Ritual als Gemeinschaft, und das wird bei diesen Anlässen auch immer wieder überprüft. Wenn ein Ritual die Akzeptanz der meisten Menschen nicht findet, dann wird es entweder grundsätzlich infrage gestellt oder es wird geändert. Deswegen haben Rituale einerseits die Funktion zu bewahren, also die Gemeinschaft zu zeigen, und auf der anderen Seite die Funktion, Gesellschaften zu erneuern, indem es möglich ist, sich gegen ein Ritual zu stellen. Nehmen Sie die Reformation, das war zuvorderst eine Auseinandersetzung mit dem Ritual, mit der Liturgie. Oder die Entstehung des Buddhismus, das war im Wesentlichen eine Kritik an den erstarrten vedisch-brahmanischen Ritualen.
Auch Verhaltensforscher untersuchen Rituale, etwa die Balzrituale von Tieren. Inwiefern sind solche Rituale vergleichbar mit dem, was Sie als Kulturwissenschaftler unter Ritualen verstehen?
Rituale bei Tieren sind etwas anderes, deswegen sollte man das begrifflich auseinanderhalten. Man kann bei Tieren allenfalls von Ritualisierungen sprechen. Der Unterschied ist, dass das Ritual beim Menschen ein Kulturereignis ist. Menschen verabreden sich dazu, sie machen das intentional. Sie haben dafür eine Geschichte, ein Bewusstsein, Rituale haben keine kognitive Dimension. Tiere erwerben aber in der Prägungsphase bestimmte Verhaltensweisen, die sie dann immer wieder anwenden. Das machen Tiere wie auf Knopfdruck.
Können Menschen ohne Rituale auskommen?
Die Tatsache, dass Rituale in allen Gesellschaften vorkommen, muss einen skeptisch stimmen. Es scheint zwar manchmal so, als seien Rituale etwas Überflüssiges, als könnten Menschen darauf verzichten, das geht aber offenbar nicht. Da liegt der Verdacht nahe, dass wir es mit einem Verhalten zu tun haben, das ererbt ist; dass wir uns in dieser Hinsicht gewissermaßen wie Tiere verhalten, uns aber dessen bewusst sind. Gemeinschaft bildet sich vielleicht überhaupt erst und nur durch Rituale. Also nicht, indem man den Acker gemeinsam bestellt, sondern indem man gemeinsam tanzt. Erst dadurch bekommt man das Gefühl, dass man gemeinsam den Acker bestellen kann. Das sind offene Fragen. Und in diesem Sinne hat das Kolloquium für mich experimentellen Charakter, denn die verschiedenen Wissenschaftskulturen, also die Kulturwissenschaften, die Evolutionsbiologie und die Neurowissenschaften haben über diese Fragen noch nicht wirklich gemeinsam nachgedacht.
Partner

Sonderforschungsbereich (SFB) 619 "Ritualdynamik"
Weitgehend ungeklärt blieb lange die Frage, wie Rituale entstehen, zerfallen oder plötzlich verschwinden, wie und warum sie sich verbreiten, wandern und sich wandeln. In diesen Fragen und in dem Versuch, Rituale im Rahmen ihres kontextuellen Gesamtgeschehens zu erfassen und zu verstehen, zeigt sich der neue Ansatz des Heidelberger Sonderforschungsbereichs „Ritualdynamik“.
In wissenschaftshistorischer Perspektive wurde dem Rituellen im Allgemeinen eine Tendenz zur Statik zugeschrieben. Je nachdem, ob das Beharrende im Glauben oder im Ritus gesucht wurde, argumentierte man für oder gegen Rituale. Unter Verkennung ihrer Dynamik sah man deshalb Rituale oft fälschlich als starr, rigide, stereotyp oder unveränderlich an.
Der Heidelberger Forschungsverbund versucht, unter Einbeziehung der kulturellen Kontexte die Variationen, Modifikationen und Transformationen kollektiver Ritualpraktiken zu rekonstruieren. Schon heute zeigt sich dabei, dass der Wandel der Rituale und der durch sie bewirkte Wandel von Kultur und Gesellschaft ebenso deutlich sind, wie die an vielen Ritualpraktiken zu beobachtende Dauerhaftigkeit.
Bericht über das Kolloquium als PDF
Statements der Referenten zu ihren Vorträgen und Personalia weiterer Beteiligter
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Bildschirm-Version (PDF 350 KB)
- Druckversion (PDF 1,4 MB)
Einführung in das Thema des Kolloquiums als PDF (64KB)
Interview mit Professor Axel Michaels zum Thema des Kolloquiums
als PDF zum Download
Einladung zum Kolloquium mit Programm und Anmeldebogen
als PDF.
Pressemitteilung zur Ankündigung des Kolloquiums
als PDF und als RTF
Pressemitteilung zum Pressegespräch
als PDF und als RTF
Sonderforschungsbereich 619 "Ritualdynamik"
www.ritualdynamik.de
Website von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Singer
www.mpih-frankfurt.mpg.de/global/np/staff/singer_d.htm
Literatur zum Thema finden Sie in dem Flyer "Wichtige Publikationen"
des SFB "Ritualdynamik", den Sie hier als PDF herunterladen können.
HIer finden Sie das Online Journal und den Grundsatztext des SFB: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/ojs/index.php/ritualdynamik/issue/view/143
Kontakt
Programm
Dr. Alexandra Heidle
Universität Heidelberg
Südasien-Institut (SAI)
Im Neuenheimer Feld 330
69120 Heidelberg
Tel: 06221-54-8847
heidle@uni-heidelberg.de
Medien
Thomas Schmitt
Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung
Alte Potsdamer Str. 5
10785 Berlin
Tel.: 030-25 92 71 61
schmitt@daimler-benz-stiftung.de