
Dr. Bernhard Kegel
Publizist, Berlin
Sein Gespür für brisante Entwicklungen in der Wissenschaft bewies er – nicht zum ersten Mal – mit „Epigenetik – Wie Erfahrungen vererbt werden“, seinem 2009 in der 1. von mittlerweile 4 Auflagen erschienenen Sachbuch, bereits sein zweites. In Österreich wurde es auf die Shortlist zum Wissenschaftsbuch des Jahres gewählt.
Kegel studierte Chemie und Biologie an der Freien Universität Berlin und promovierte 1991 an der Technischen Universität über ein agrarökologisches Thema. Nach dem Erfolg seines zweiten Romans „Das Ölschieferskelett“ (1996) wurde aus der Passion sein Beruf. Mit seinem Sachbuch „Die Ameise als Tramp – Von biologischen Invasionen“ (1999) verhalf er der Invasionsbiologie in Deutschland zum Durchbruch. Es folgten zwei weitere Romane, in denen es um die Faszination und Bedeutung, aber auch um die Gefahren biologischer Wissenschaften ging. Zuletzt erschien im Februar dieses Jahres der Roman „Ein tiefer Fall“, eine Geschichte um einen spektakulären Wissenschaftsbetrug. 
Prof. Dr. Rainer Riemann
Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft
der Universität Bielefeld
Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der quantitativen Verhaltensgenetik von Persönlichkeitsmerkmalen, sozialen Einstellungen und Fähigkeiten. Zusammen mit Angleitner, Borkenau und Spinath (siehe unten) führte er größere Zwillingsstudien (beispielsweise die German Observational Study of Adult Twins, GOSAT, oder die Jena Twin Study of Social Attitudes, JETSSA) durch.
Riemann studierte Soziologie und Psychologie an der Universität Bielefeld. Dort promovierte er und habilitierte sich 1993 im Bereich der Persönlichkeitsforschung. Nach Lehrstuhlvertretungen in Tübingen und Frankfurt, wurde er 1999 zum Professor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ernannt. Seit 2007 ist er Professor für Differentielle Psychologie, Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik an der Universität Bielefeld. 
Prof. Dr. Frank M. Spinath
Differentielle Psychologie und psychologische Diagnostik,
Universität des Saarlandes
Die Verhaltensgenetik ist auch sein Forschungsgebiet, auf dem er sich insbesondere mit Intelligenz und Persönlichkeit befasst. Frank M. Spinath war – unter anderen gemeinsam mit Riemann (siehe oben) – aktiv beteiligt an zwei der größten Zwillingsforschungsprojekte der Nachkriegszeit. Seine derzeitigen Forschungsinteressen richten sich auf kognitive und nichtkognitive Einflussfaktoren auf Schulleistungen sowie deren Untersuchung im Rahmen genetisch informativer Designs.
Spinath absolvierte das Studium der Psychologie in Bielefeld und promovierte dort im Jahre 1999 mit der Arbeit „Validität von Fremdbeurteilungen“. Im Winter 2001/2002 absolvierte er einen halbjährigen Forschungsaufenthalt bei Robert Plomin am Institute of Psychiatry in London. Nach seiner Habilitation im Jahre 2003 erhielt er 2004 den Ruf an die Universität des Saarlandes auf den Lehrstuhl „Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik“.