Impulse für Wissen

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„Katastrophen“ fallen nicht vom Himmel. Vielmehr handelt es sich um Prozesse, die in unterschiedlicher Geschwindigkeit ablaufen können und dabei sowohl eine natürliche, eine kulturelle sowie eine technische Dimension aufweisen. Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen sondieren im Rahmen dieses Diskurses die Möglichkeiten einer interdisziplinären Erforschung von Trockenheit und Dürre als „slow onset disasters“ im mediterranen Raum. Erkenntnisziel ist es dabei, Verlaufsformen und Wiederholungsstrukturen von Dürren zu identifizieren. Als Jahrhunderte alte „Kontaktzone“ eignet sich der mediterrane Raum besonders gut, um die langfristigen Wechselwirkungen von Umwelt, Kultur und Technik zu untersuchen.


Das Kloster Lorsch hat seit seiner Gründung im Jahre 764 und insbesondere unter den Karolingern eine enorme Wirkung auf die europäische Geschichte gehabt, da sich der Klosterbesitz in wenigen Jahrzehnten durch Stiftungen im gesamten Rheintal von der heutigen Schweiz bis in die Niederlande ausdehnte. Dem Skriptorium der Benediktinerabtei verdanken wir außerordentliche Handschriften kulturhistorischer Bedeutung wie das Lorscher Evangeliar oder den Lorscher Codex.


Durch das Internet sind die traditionellen Medien Print und Funk mit der Telekommunikation zusammengewachsen. Dieser Prozess hat unsere Gesellschaft tiefgreifend verändert. Es entstanden ganz neue Kommunikationsplattformen und Dienstleistungen, soziale Netzwerke und vielfältige Marktplätze für den Online-Handel. Zudem erhalten Geräte eine IP-Adresse sowie eine Telekommunikationsschnittstelle und sind damit über das Internet nicht nur programmier- sondern auch steuerbar. So können sie permanent Daten liefern. Dem Automobil kommt bei dieser Integration eine Schlüsselrolle zu: Wir stehen vor einer Dekade des Zusammenwachsens von Telekommunikationstechnik und automobiler Fahrzeugtechnik.


Auch nach fast zwanzig Jahren hat die Klimapolitik, wie sie von vielen Regierungen auf der Welt im Sinne des Kyoto-Protokolls verstanden wurde, zu keinem spürbaren Rückgang der weltweiten Treibhausgasemissionen geführt. Der Grund liegt in strukturellen Schwachstellen der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) bzw. des Kyoto-Protokolls. Dieses war zum Scheitern verurteilt, weil es auf einem systematischen Missverständnis der Natur des Klimawandels als einer politischen Aufgabe in den Jahren 1985-2014 beruhte.


Ladenburger Diskurse

Die Dynamik der Wechselbeziehungen zwischen Mensch, Umwelt und Technik ist hoch. Um diese Prozesse angemessen zu verstehen, bedarf es einer ständigen und sachkundigen Reflexion auf wissenschaftlicher Ebene. Ein Forum der Stiftung für diese Reflexion ist der „Ladenburger Diskurs“. Wissenschaftler und Experten aus der Praxis erörtern den Stand der Forschung zu ausgewählten Fragen und klären, ob sich eine Fragestellung als Forschungsthema für das Förderprogramm der Stiftung eignet. Diskurse können auch dazu dienen, neue Themen für das Förderprogramm zu erschließen.
Darüber hinaus steht ein Diskurs auch zur Erörterung von Einzelfragen offen, ohne dass eine Fortführung des Themas im Förderprogramm der Stiftung beabsichtigt ist. 

Beantragung und Förderung